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Das Ensemble ?Clara Voce? aus Bingen war zu Gast in der Kirche St. Josef. Es präsentierte sein Konzert unter dem Motto ?Song of Praise?, vorne Dirigent Alexander Müller.

St. Josef

Himmlische Stimmen durchfluten die Kirche

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Die heilige Hildegard von Bingen und ein gesanglicher Hochgenuss standen im Mittelpunkt eines Konzerts in der Kirche St. Josef. Dort gastierte am Sonntagabend der Chor „Clara Voce“ aus Bingen.

Welch himmlische Stimmen am Sonntagabend in der katholischen Kirche St. Josef in Neu-Isenburg: Zu Gast war das Ensemble „Clara Voce“ – also klare, reine Stimmen, und die 18 Sängerinnen machten ihrem Namen auch alle Ehre. Das Ensemble präsentiert in seinem Programm „Song of Praise“ insbesondere zeitgenössische Chormusik und Gesänge der heiligen Hildegard von Bingen. Zustande gekommen war dieser musikalische Genuss durch die Kantorin von St. Josef, Regina Engel. „Unter Kollegen trifft man sich hin und wieder, dabei werden auch solche Kontakte geknüpft“, erklärte Engel den Besuch des Chores aus Bingen.

„Wenn man an Bingen denkt, dann kommt unwillkürlich eine Verbindung zur heiligen Hildegard von Bingen zustande“, meinte Pfarrer Martin Berker und stellte so auch den Bezug zum inhaltlichen Schwerpunkt des Konzerts her. Musik hatte für Hildegard von Bingen eine ganz besondere Bedeutung. Als Spiegel der himmlischen Harmonie brachte die Musik die Menschen Gott nahe, so ihr Leitgedanke.

Sie selbst verfasste zwischen 1151 und 1158 mehr als 70 Gesänge, die als „Symphonia armonie celestium revelationum“ bezeichnet werden, und ferner ein geistiges Singspiel. In den Gesängen preist sie den dreieinigen Gott, die Engel und die Heiligen, allen voran Maria, die heilige Ursula sowie Rupert und Disibod und bekräftigt dabei den Ursprung ihres Werks. „Darauf sah ich eine von Licht durchstrahlte Luft. Aus ihr ertönten mir auf wundersame Weise mannigfaltige Klänge entgegen. Es waren Lobgesänge für jene, die im Himmel wohnen“, beschrieb Hildegard von Bingen ihre Empfindungen.

Das Konzert unter dem Motto „Song of Praise“ eröffnete Kantorin Regina Engel an der Orgel mit der „Toccata“ Tertia, einem sehr kraftvollem Werk. Wie himmlisch zart wirkten dagegen die Frauenstimmen von „Clara Voce“ als sie den Gesang „O Aeterne Deus“, eine Komposition von Hildegard von Bingen, anstimmten. In der Folge wechselte das Ensemble von klassischen gregorianischen Kompositionen zu modernerem Liedgut.

Am Samstag, 1. Dezember, gastiert dann der Junge Chor Schwanheim mit dem Weihnachtsoratorium in der Kirche St. Josef in der Kirchstraße 20.

(lp)

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