Rathauschef Herbert Hunkel stellte sich erneut Fragen

Informationen aus erster Hand

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Nur wenige Bürger stellten während einer Infoveranstaltung zu den Bauarbeiten im Birkengewann noch Fragen. Die meisten der 350 Besucher zeigten keinen Redebedarf mehr.

Seit Montagmorgen ist ein erster Abschnitt der Offenbacher Straße in Höhe des Neubaugebiets Birkengewann gesperrt. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres wird hier ein Hauptkanal für Schmutzwasser und ein weiterer für Oberflächenwasser verlegt – mitten in der Straße. Danach folgen in zwei weiteren Bauabschnitten die Kanalarbeiten auf der restlichen Länge der Offenbacher Straße entlang des Birkengewanns. Parallel dazu werden die Bodenarbeiten, also Kanalbau und Befestigung der „Baustraßen“, erfolgen. Vom Frühjahr 2018 an könnten dann die ersten Häuser im Neubaugebiet Birkengewann entstehen.

Um alle interessierten Neu-Isenburger, insbesondere jedoch den unmittelbar von den Bauarbeiten betroffenen Anwohner entlang der Straße „Am Trieb“ und im Osten der Offenbacher Straße, die Möglichkeit zu geben, sich aus erster Hand über die bevorstehenden Behinderungen und über die Bebauung zu informieren, wurde eine Bürgerinformationsveranstaltung in der Hugenottenhalle angeboten.

Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) erläuterte in seiner Funktion als Baudezernent im Detail die Erschließungsarbeiten und die Bebauungspläne. Im Anschluss stand er zusammen mit Fachleuten aus dem Rathaus und des beauftragten Erschließungsunternehmen Depenbrock allen Bürgern Rede und Antwort.

Entweder sind die Isenburger ein geduldiges Völkchen oder Herbert Hunkel hatte alles perfekt dargelegt. „Wir haben nun alle formalen Voraussetzungen geschaffen, jetzt freuen wir uns darauf, dass es endlich losgeht – umso schneller sind wir fertig“, sagte der Rathauschef und gab die Fragerunde für die rund 350 interessierten Besucher frei. Die meisten Fragen kamen von den Anwohnern in der Ernst-Reuter-Straße und „Am Trieb“. Sie wollten wissen, ob es nach Fertigstellung der Bebauung eine Buslinie durch die Straße „Am Trieb“ geben oder ob die Straße verbreitert werde. „Eine Buslinie ist nicht in Planung, da sowohl in der Friedhofstraße als auch in der Offenbacher Straße Bushaltestellen sind“, erklärte Neu-Isenburgs Stadtwerke-Chef Eberhard Röder. Rathauschef Hunkel verwies zudem darauf, dass das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die Regionaltangente West (RTW), die am ehemaligen Güterbahnhof enden sollte, nun doch bis in den Osten der Friedhofstraße weitergeführt werden könne.

„Eine Anwohnerin aus der Friedrich-Ebert-Straße sah in der ausgewiesen Lage des Kindergartens eine mögliche Störung und wollte diesen verlegt wissen. „Wenn der Kindergarten fertig ist, laden wir Sie ein, dann werden Sie sehen, wie nett und fröhlich die Kinder sind – vielleicht werden Sie eine charmante Vorlese-Omi“, schlug Hunkel vor.

Knut Schilling sprach ein anderes Problem an: „Wir in der Ernst-Reuter-Straße haben zunehmend Probleme mit dem Grundwasser, dass immer stärker in die Kellerräume eindringt. Wir befürchten, dass aufgrund der Bebauung des Birkengewanns, der Druck noch stärker wird.“ Hierauf vermochte Steffen Ulbrich vom Dienstleistungsbetrieb nur zu antworten, dass es im östlichen Birkengewann einen höheren Grundwasserspiegel gebe, was bekannt sei, aber das Oberflächenwasser komplett abgeführt werde. „Auswirkungen auf bereits bebaute Gebiete sehe ich nicht“, so Ulbrich.

Stark frequentiert war der Infostand der Gewobau, die im Birkengewann auf mehreren städtischen Flächen unterschiedliche Wohngebäude errichten wird. „Wir werden stadteigene Grundstücke nur an Neu-Isenburger Bürger verkaufen“, hob Herbert Hunkel hervor. Ob Wohnungen zu erwerben sind, regele die Nachfrage. Als erstes wird die Gewobau ein Gebäude im südlichen Bereich „An der Trift“ mit barrierefreien Wohnungen bauen. Auf dem eingezäunten Gelände entlang der Friedhofstraße werde ein „Geschäftshaus“ entstehen, damit werde laut Hunkel ein Schallschutz für das Birkengewann erreicht.

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