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Wasserspiele und viel Grün – Wünsche gibt es genug fürs Stadtquartier Süd. Norbert Heller (links), Heinrich Schmidt und Michelle Küchemann (rechts) reden mit Nina Hemprich über einen Entwurf zur Grünflächengestaltung.

Freiraumgestaltung

Infoveranstaltung zur Gestaltung im Stadtquartier Süd - Entwürfe werden vorgestellt

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Die Stadt nimmt noch Ideen für die Freiraumgestaltung des Areals der ehemaligen Branntweinmonopolverwaltung entgegen. Drei favorisierte Entwürfe von Architekturbüros wurden bereits bei einem Treffen von Parlamentariern und Bürgern vorgestellt.

Es werden zwar noch drei bis vier Jahre vergehen, bis die Bagger anrollen, um auf der großen Industriebrache im Süden von Neu-Isenburg den Boden für die Bebauung zu bereiten. Bürgermeister Herbert Hunkel will diese Zeit nutzen, um alle planerischen Vorarbeiten auf den Weg zu bringen.

Da mittlerweile die Grenzen – und auch grob die Gebäudestrukturen – festgelegt sind, gilt es nun, den geplanten Quartiersplatz auf dem Areal der ehemaligen Branntweinmonopolverwaltung, den großen Grünzug in der Mitte des Quartiers sowie den Spielplatz im Süden zu gestalten. Parlamentarier und Bürger waren in den Plenarsaal eingeladen, um anhand von drei favorisierten Entwürfen zu diskutieren.

„Es wird heute noch überhaupt nichts entschieden, sondern wir wollen mit Ihnen und Ihren Ideen einen weiteren Schritt zu einer möglichen Gestaltung gehen“, betont Bürgermeister Herbert Hunkel bei der Begrüßung der wenigen Teilnehmer.

Große Ähnlichkeiten

Ein Team aus der ANP (Architektur und Planungsgesellschaft) in Kassel stellt die drei Entwürfe von Büros aus Frankfurt, Wiesbaden und Neu-Isenburg mit ihren Besonderheiten zur Freiraumgestaltung vor. Vorgegeben waren allein die baulichen Begrenzungen, die Ausgestaltung des von Norden nach Süden verlaufenden Grünzugs in der Mitte des Quartiers mit den abzweigenden Wegen war jedem frei überlassen.

Dabei gibt es große Ähnlichkeiten zwischen den Entwürfen, abgesehen von der Wegeführung durch die Freifläche. Während ein Büro auf zwei Wege rechts und links des Grünstreifens setzt, schlagen die beiden anderen einen leicht geschwungenen Weg durch das Gelände vor – mit Abstand zur geplanten Wohnbebauung.

Alle Entwürfe sehen – wie in der Planungswerkstatt gewünscht – Brunnen oder Wasserspiele auf dem Quartiersplatz vor, wenngleich in unterschiedlichen Dimensionen. Vorgeschlagen werden unter anderem große, flache Wasserbecken oder mit LED beleuchtete, sprudelnde Wasserspiele. Alle Entwürfe weisen auch eine Vielzahl an Sport- und Spielelementen auf. Richtige Sportfelder seien dagegen aus Lärmschutzgründen nicht zu verwirklichen.

Öffentliche Diskussion

In der Diskussion kamen Bedenken bezüglich der Verträglichkeit von möglichen wassergebundenen Wegen mit der Barrierefreiheit auf – insbesondere für Rollatoren. Weiter wurde kritisch bemerkt, ob die geplanten „offenen Grundstückgrenzen“, also ohne Umzäunung, auch in der Realität umsetzbar seien. Eine Besucherin schlägt vor, bei der Bepflanzung unbedingt auf heimische Arten zu achten, um den dringend benötigten Insekten Lebensraum zu bieten. Hunkel versichert, dass keine exotischen Gewächse verwendet werden.

Noch keine Angaben konnten zu den Kosten der jeweiligen Entwürfe gemacht werden. Der Bürgermeister erklärt, dass die Bauherren die Gestaltung der Freiflächen finanzieren. Die Stadt bekomme diese dann überschrieben und müsse für die Pflege aufkommen. Die Kosten würden bei der Entscheidung für einen der Entwürfe berücksichtigt, so Hunkel.

Interessant ist die Teilnahme auch für Matthias und Sylvia aus Gelnhausen und Hanau. Beide wollen „mittelfristig“ einen gemeinsamen Familienstandort, und Neu-Isenburg wäre ideal. Sie haben sich bei der Veranstaltung schon einmal einen Eindruck verschafft.

Wie Claudia Metzner, Leiterin des Stadtbauamtes, erklärt, können Bürger noch zwei Wochen lang ihre Ideen einbringen: „Danach werden wir die Zusammenfassung noch einmal öffentlich zur Diskussion aushängen.“

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