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Infoveranstaltung in Neu-Isenburg: Experten zeigten Wege in der Pflege auf

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Von: Leo Postl

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Ohne den Menschen geht es in der Pflege nicht. Darauf verwies Rathauschef Herbert Hunkel während einer Infoveranstaltung in der Hugenottenstadt.

Alt zu werden, ist eine schöne Sache, jedoch gesund zu altern, ist eine besondere Gnade – die nicht jeder erfährt. Unverhofft kommt oft, lautet eine bekannte Erkenntnis. Diese trifft auch oft für den Fall einer Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen zu. Neben der Sorge um den Gesundheitszustand an sich, kommen auf die Familienmitglieder viele zusätzliche Belastungen zu.

Wie Pflege bewältigt werden kann und welche Angebote es in Neu-Isenburg gibt, dazu gab es eine Informationsveranstaltung im Plenarsaal des Rathauses. Neben Infoständen aller in der Hugenottenstadt vertretenen Pflegeeinrichtung und Sozialverbänden erhielten die interessierten Besucher hilfreiche Informationen von Fachreferenten.

Netzwerk der Stadt

„Gesetze und Formalitäten müssen sein, doch ohne den Menschen geht in der Pflege überhaupt nichts“, betonte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) bei seiner Begrüßung. Er verwies dabei auf das große Netz von stationären Angeboten in verschiedenen Pflegeheimen sowie auf die vielen ambulanten Hilfen, die als Netzwerk über die ganze Stadt zur Verfügung stehen.

„Wir haben anerkannte Pflegeheime, viele Beratungsstellen und ein dichtes Netz von Hilfe leistenden Organisationen“, erklärte Hunke. Er hob aber auch hervor, dass bei der Pflege, von der ambulanten Hilfestellung über die ganzheitliche Betreuung in einem Pflegeheim bis hin zum Hospizdienst der betreuende Mensch die wichtigste Rolle spielt.

„Die Zuwendung zu pflegebedürftigen Menschen ist eine große Aufgabe, die nicht nur eine fundierte Ausbildung voraussetzt, sondern auch einen besonderen Charakter erfordert“, betonte Hunkel. Er sah es als eine Aufgabe, die in der Pflege engagierten Menschen, ob hauptberuflich oder als freiwillige Helfer, einmal öffentlich vorzustellen.

„Wir wollen allen diesen Menschen, die einen so wertvollen Dienst leisten, heute ein Gesicht geben“, mit diesen Worten lud Herbert Hunkel zu einem Gruppenfoto ein.

Pflegeexpertin Gabriele Kullman referierte anschließend über die Änderungen des Pflegegesetzes II und III. Manon Fölsing-Zier vom Fachdienst SGB XII und Soziale Dienste im Kreishaus Offenbach erklärte, wie ambulante Pflege finanzierbar wird. Horst Feuerbach erläuterte in seinem Vortrag, die Finanzierung im stationären Bereich.

Gut betreut alt werden

„Nur wer einmal selbst einen Menschen über einen längeren Zeitraum gepflegt hat, kann die Belastungen ermessen“, sagte Gabriele Kullmann. Die Pflegeberaterin verwies auf verschiedene Aspekte und Möglichkeiten, die sich mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz ergeben. Carmen Schaaf, Leiterin Altenförderung und Konzeptentwicklung der Stadt Neu-Isenburg informierte danach über die verschiedenen Angebote in der Hugenottenstadt. Dass Menschen in Neu-Isenburg alt werden können, belegen die Jubilare, dass sie auch gut betreut alt werden können, zeigte die Veranstaltung.

(lp)

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