Gruselige Szenen auf der Burg Dreieichenhain

Kamera ab: Ferienspielkinder drehten Halloween-Film

  • schließen

Gruselige Szenen auf der Burg Dreieichenhain – und das am helllichten Tag. Auf den Mauern liegen Knochen und „tote Gestalten“ herum, am Eingang zum Burgkeller lauert eine böse Hexe auf Besucher.

Gruselige Szenen auf der Burg Dreieichenhain – und das am helllichten Tag. Auf den Mauern liegen Knochen und „tote Gestalten“ herum, am Eingang zum Burgkeller lauert eine böse Hexe auf Besucher. Im Gemäuer selbst sind viele gruselige Gestalten unterwegs, manche mit blutverschmierten Gesichtern, andere mit Schlachterbeil bewaffnet. Sogar Mumien werden wieder lebendig. Zufällig kommen Marla und Katharina aus Langen, die mit ihrem Papa Matthias einen Spaziergang in Dreieichenhain machen, vorbei. „Och, sind die alle süß“, meinten die Kinder begeistert.

Die Ferienspielkinder im städtischen Kinderzentrum (Kiz) Gravenbruch, das ja seit Kurzem in den erweiterten Gebäuden der Ludwig-Uhland-Schule untergebracht ist, wollten eine besondere Aktion machen. „Wir drehen einen Film“, war die Idee, doch die Umsetzung war nicht so einfach, wie gedacht. „Und die wollten alle einen ganz tollen Film haben – und möglichst sogar ins Fernsehen kommen“, erklärte KiZ-Leiter Dirk Schloßhauer. Schnell wurde klar, etwas professionelle Hilfe wäre nicht schlecht.

Diese Hilfe fanden die Kleinen beim Team des Offenen Kanal (OK) in Offenbach. „Das hat alles gut gepasst, denn kurz zuvor waren drei Mitarbeiterinnen auf einer Fortbildung“, so Schloßhauer. Die Kinder brachten also ihre Ideen ein – schnell einigten sie sich auf Halloween – dann ging es los mit dem Drehbuch. Als roter Faden wurde die Geschichte von drei Geschwistern genommen, die ihren Eltern offenbarten, dass sie am nächsten Tag zu einer Gruselveranstaltung zu Halloween wollten. „Nein, das gibt es nicht, dafür seid Ihr noch zu klein“, waren sich die Eltern einig.

Enttäuscht zogen sich die drei Geschwister in das Schlafzimmer zurück, dort las ihnen die älteste Schwester aus einem Buch vor – bald schliefen die beiden Jüngeren und begannen zu träumen. Genau dieser Traum lieferte nun den Stoff für den spannenden Halloween-Film. Schnell war das Drehbuch verfasst, doch es fehlten freilich fast alle Requisiten. Fast eine ganze Woche lang haben die 18 Kinder Spinnweben-Kostüme, schwarze Verkleidungen für die Zombies und ein fetziges Hexenkleid geschneidert.

In Merlin Heidenreich vom Offenen Kanal fanden sie die fachliche Unterstützung. Der Kameramann erklärte, worauf es beim Filmen ankommt, wie Szenenwechsel und spektakuläre Perspektiven gerade einen Halloween-Film dramatisieren können. Der Geschichtsverein Dreieichenhain als Besitzer der Burgruine Dreieichenhain gab sein okay, und so kam es zu der Geisterstunde in der Burg Hayn. Louis und Daren waren mit Sense und Schlachterbeil bewaffnet, David war als Mumie nicht wieder zu erkennen.

Nachdem alles „im Kasten“ war, folgten dann zwei Tage Filmschnitt im Studio des OK. „Da haben die Kinder gesehen, wie aufwendig es ist, einen Film zu produzieren“, so Schloßhauer. Am Ende waren jedoch alle total begeistert. Die Freude war noch größer, als sie erfuhren, dass ihr Halloween-Film tatsächlich über den Offenen Kanal im Fernsehen zu sehen sein wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare