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In das Kirchengebäude mit den verscheidenen Gemeindesälen könnte eine Kita-Gruppe einziehen.

Kinderbetreuung in Neu-Isenburg

Kita-Projekt in Kirche St. Nikolaus geht voran

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Gerade in Zeppelinheim erscheint die Situation der U3-Betreuung prekär – die SPD treibt deshalb einen kurzfristige und kostengünstigen Lösungsplan weiter voran.

Neu-Isenburg steht einem städtischen Papier zufolge, was die Kinderbetreuung betrifft, recht gut da – besser sogar als es der gesetzliche Rahmen vorschreibt. In der Hugenottenstadt fordern aber anscheinend auch mehr Eltern das Angebot einer Betreuungsstelle ihrer Kinder im Vorschulalter ein, als dies bundesweit der Fall ist. „Im Bereich der Kinder von drei bis sechs Jahren,“ ist dem Maßnahmenplan für den „Bereich Kindertagesstätten“ der Stadt Neu-Isenburg zu entnehmen, „ist die Versorgungsquote von 100 Prozent aller Voraussicht nach für die folgenden drei Jahre in der Stadt ohne weitere Baumaßnahmen möglich.“ Im Bereich der Kinder unter drei Jahre liege demnach die Bedarfsquote 2017/2018 über der bisher angenommenen Quote von 44 Prozent, nämlich bei 53 Prozent. In gemeinsamen Gesprächen mit der Leitung des Fachbereiches Kinder und Jugend, Sonja Ohr, dem Leiter Hochbau des städtischen Bauamtes, Carsten Holtschneider, sowie Bürgermeister Herbert Hunkel wie auch dem Magistrat, soll der Ausbau nun in zwei Stufen erfolgen. „Die erste Möglichkeit findet sich im institutionalisierten Rahmen der Kindertagesstätten und die zweite im Bereich der Kindertagespflege wieder. Zusätzlich soll die Möglichkeit der Beteiligung von Firmen an betrieblichen Plätzen geprüft werden“, heißt es im Schreiben der Verwaltung.

In Zeppelinheim erscheint die Situation der U3-Betreuung prekär. „Es vergeht kein Tag, an dem ich auf der Straße nicht von besorgten Eltern angesprochen werde, die ihre Kinder in die Kernstadt bringen sollen oder bald überhaupt keinen Betreuungsplatz mehr finden“, schildert Inge Manus (SPD). Nun hat sich der von Sebastian Stern (SPD) geführte Ortsbeirat sowie der Ausschuss für Jugend und Soziales, der mit Monika Leichtling ebenfalls von einem SPD-Mitglied geführt wird, für eine baldige Umsetzung der ins Gespräch gebrachten Nutzung der „kirchlichen Räume“ der katholischen Gemeinde St. Nikolaus eingesetzt.

„Dort stehen geeignete Räume meist leer. Die könnten wir für die Kinderbetreuung täglich dringend gebrauchen“, betont Inge Manus – die einst selbst Lehrerin war. Mittlerweile ist der Vertrag zwischen der Stadt Neu-Isenburg und der katholischen Kirchengemeinde St. Josef schon unterzeichnet.

Nach den bekanntgewordenen Plänen soll der heutige Gottesdienstraum „variabel“ abgetrennt werden, sodass mit den nebenan liegenden Gemeinschaftsräumen ausreichend Platz für eine U6-Kitagruppe, also der Altersgruppe zwischen drei und fünf Jahren, vorhanden ist.

Die Kosten werden vom Leiter des Hochbauamtes, Carsten Holtschneider, mit rund 80 000 Euro beziffert. Sie sollen durch Einsparungen an anderer Stelle im Haushalt ausgeglichen werden. Spätestens zum 1. Januar 2019 soll alles bezugsfertig sein.

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