Straßenbäume

So können Bürger den unter der Hitze leidenden Pflanzen helfen

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Sommerliche Temperaturen machen vielen Menschen zu schaffen. Bäume spenden Schatten und sorgen für Kühlung – doch leiden sie selbst ebenfalls unter Hitze und Trockenheit. Ein Problem, das die Bürger der Hugenottenstadt lindern können.

In Städten haben es Bäume schwer. Schlechte Böden, wenig Platz und extremes Klima stressen sie. Dabei sind sie selber unverzichtbar für den Menschen, wie Petra Klink, Vorstand im Dienstleistungsbetrieb (DLB) Neu-Isenburg, klarstellt: „Bäume sind wahre Alleskönner. Sie sehen nicht nur schön aus, sie spenden auch Schatten und leisten darüber hinaus sehr viel für das Stadtklima.“

Jeder Baum kühle direkt und sofort – zudem wirkten die Bäume als Feinstaubfilter. „Das ist gerade auch an heißen Tagen eine sehr wichtige Eigenschaft“, schwärmt Petra Klink von der Leistungsfähigkeit von Bäumen.

Im Sommer müssen sich DLB und AöR nach eigenen Angaben immer besonders um den Gesundheitszustand der Straßenbäume in Dreieich und Neu-Isenburg kümmern. Grund: Anhaltende Hitze und Trockenheit machen ihnen zu schaffen. „Straßenbäume haben durch die Versiegelung immer das Problem mit der ausreichenden Wasserversorgung.“ Ihre Lebensbedingungen seien an besonders heißen Tagen teilweise wüstenähnlich.

Und DLB-Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, verantwortlich für den Baumbestand in den Städten, ergänzt: „Je kleiner die Baumscheibe desto größer die Not.“ Besonders betroffen seien junge Straßenbäume, die erst in den vergangenen Jahren gepflanzt worden sind. Denn: „Sie haben kein ausgeprägtes Wurzelwerk und können noch kein Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen.“

Bei hohen Temperaturen wässere der DLB deshalb verstärkt Jungbäume und qualitativ hochwertige Pflanzungen. Der Altbaumbestand müsse mit den Bedingungen klar kommen. Der Durst der Pflanzen sei für die DLB-Mitarbeiter alleine jedoch kaum zu bewältigen. „Die bewässerten Flächen sind bei hohen Temperaturen bereits ein bis zwei Tage später wieder trocken!“, so Jäckel.

Deshalb appelliert Klink an alle Dreieicher und Neu-Isenburger, in diesen Tagen einen Baum in ihrer Nähe regelmäßig zu gießen: „Wenn es möglich ist, gießen Sie bitte jeden zweiten Tag mindestens zwei bis drei Gießkannen Wasser an den Stammfuß der Straßenbäume.“ Putz- und Spülwasser dürfen nicht verwendet werden.

Die Pflanzen, so Petra Klink, seien für jeden Tropfen dankbar – und wenn es täglich nur eine Gießkanne voll Wasser sei. Jeder Liter zähle. Ein Zuviel gebe es nicht. „Wenn man seinen Salat gewaschen hat“, gibt sie ein konkretes Beispiel, „sollte man das Wasser einfach für einen Baum aufheben, anstatt es im Ausguss verschwinden zu lassen.“ Die Bäume würden jede Extra-Portion Wasser mit üppigem Grün und einer Kühlung der Luft belohnen.

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