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Von links: Pfarrer Martin berger, Präses Pfr. Erik Wehner, Agnes Knieling (1. Vors. Kolping Zentral), Bernd Beyer (stellvertr. Vors.) und Generalvikar Dietmar Giebelmann

Gemeinschaft

Kolpingfamilie "Zentral" feiert 90-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst

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Die Gemeinschaft der Kolpingfamilie setzt auf christliche Werte. Das wurde auch bei der Festrede zum 90-jährigen Bestehen deutlich.

Die Kolpingfamilie St. Josef in Neu-Isenburg gilt als Vorreiter weiterer Kolpingfamilien, wie jene in Dreieich-Sprendlingen oder auch in Langen. Die Gründung der Kolpingfamilie St. Josef selbst wurde vom damaligen Landessekretär Josef Bagus angeregt. Franz Berdel, Hans Rossi und Josef Stonjek trugen dem damaligen Pfarrer Schweinsberger in der Gemeinde St. Josef das Anliegen vor, einen Gesellenverein zu gründen.

Die erste Zusammenkunft fand am Dienstag, 21. August 1928 statt, zu der sich 19 Gesellen einfanden. Die Gründungsversammlung wurde dann für den 28. August 1928 festgelegt. Nach der Gründung einer 2. Kolpingfamilie in Neu-Isenburg, jener „Zum Hl. Kreuz“ wurde die Kolpingfamilie St. Josef in „Zentral“ umbenannt. Am Sonntag wurde mit einem Festgottesdienst und Empfang das 90-jährige Bestehen gefeiert.

„Wir feiern dieses Jubiläum besonders groß, nicht weil wir befürchten, dass diese Kolpingfamilie das 100-jährige Bestehen nicht mehr erleben wird, sondern weil wir Gott für diese aktive Gemeinschaft danken und mit seiner Hilfe gestärkt in die Zukunft gehen wollen“, betonte Generalvikar Dietmar Giebelmann – der einst selbst Pfarrer in St. Josef war – in seiner Predigt.

Er zeigte sich sicher, dass es immer wieder Männer und seit geraumer Zeit auch Frauen geben wird, die das Werk von Adolf Kolping fortsetzen werden.

„Heute haben wir immer noch über 80 Mitglieder, die sich nach ihren Möglichkeiten aktiv einbringen“, verwies die Vorsitzende Agnes Knieling auf ein immer noch reges Familienleben mit vielen Veranstaltungen im Jahr.

In seiner Festrede zum Empfang im katholischen Gemeindezentrum St. Josef, verwies Präses Pfarrer Erik Wehner auf jene christlichen Werte, die von Oswald Nell-Breuning, Wilhelm Immanuel Kant und insbesondere Adolf Kolping in die Gesellschaft getragen wurden.

„Diese christlich-soziale Haltung ist heute umso wichtiger als Gegenpol einer mehr auf Konsum ausgerichteten Gesellschaft“, betonte Wehner. Er forderte alle christlich orientierten Menschen auf, immer am Ball zu bleiben, um im Sinne von Adolf Kolping weiterhin Zeuge für die Liebe Gottes zu den Menschen zu sein. „Mit dem Rückenwind der Spiritualität von Adolf Kolping möge ihnen dies gelingen“, so Wehner.

Grußworte zum Jubiläum gab es von der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Andrea Schulte-Sasse, dem Bezirksvorsitzenden Wolfgang Schulte-Sasse (Zum Hl. Kreuz) sowie Karl Kelnhofer (Sprendlingen) und Hans Bloch (Langen), die sich für die Patenschaft zur Gründung ihrer Kolpingfamilien bedankten.

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