+
Am Planschbecken werden auch Stadtwerke-Chef Kirk Reineke (2. von rechts) und Betriebsleiter Dennis Dörschug zu Kindern.

Waldschwimmbad

Das kühle Nass lockt in diesem Sommer mehr als 136 000 Besucher an

  • schließen

Mit 136 254 Gästen hat das Neu-Isenburger Waldschwimmbad in diesem Sommer einen Besucherrekord aufgestellt. Dennoch bleibt das Bad ein Zuschussbetrieb.

Der Sommer 2018 war in vielerlei Hinsicht ein Rekord-Sommer. Die Meteorologen vermeldeten gleich mehrere Rekorde, die Landwirte klagen über die extreme Trockenheit und die Schwimmbäder vermelden vielerorts bisher unerreichte Besucherzahlen. In die Reihe der Rekordergebnisse kann sich auch das Neu-Isenburger Waldschwimmbad einreihen. Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke, stellte jetzt die Zahlen für den Sommerbetrieb 2018 vor.

„Es war ein unglaublich erfolgreiches Jahr für uns und das Isenburger Waldschwimmbad“, setzte Kirk Reineke erst einmal ein Ausrufezeichen. Der große Erfolg beruht auf mehreren Faktoren, allen voran das perfekte Sommerwetter für Schwimmbadbesucher. Doch für Reineke waren aus auch mehrere Zusatzangebote, die dem Waldschwimmbad einen Rekordbesuch bescherten. „Wir haben einen kostenlosen WLAN-Zugang eröffnet, ein Beach-Soccer-Feld angelegt und vor allem das Kinderplanschbecken völlig neu aufgebaut“, verweist der Stadtwerke-Geschäftsführer auf Investitionen, die sich schon im ersten Jahr gelohnt haben. Kein Wunder, dass das Waldschwimmbad zum beliebtesten Freibad im Rhein-Main-Gebiet gewählt wurde.

„Insbesondere unser neues Kinderplanschbecken hat einen großen Zuspruch erfahren, so dass immer wieder ganze Familienverbände, nicht nur aus Neu-Isenburg, zu uns ins Waldschwimmbad kamen“, hebt Kirk Reineke hervor. Wo sich Kinder wohlfühlen, da fühlen sich auch Eltern wohl – und diese erzählen es weiter. So lautet das Erfolgsrezept des Kinderplanschbeckens mit einer wasserspeienden Schlange und einem Flachbecken, von dem aus man über einer kleine Rutsche in das tiefere Wasser gleiten kann. „Dort standen die größeren Kinder immer lange Zeit unter dem Wasserpilz“, schildert Betriebsleiter Denis Dörschug. Doch auch im Nichtschwimmerbecken, dem großen Schwimmbecken und am Sprungturm tummelten sich in diesem Jahr besonders viele Menschen.

Nun zu den Zahlen selbst: Das Freibad knackte den Besucherrekord seit der Wiedereröffnung des neuen Hallenbads. Insgesamt besuchten 136 254 Gäste das Freibad – davon 96 592 Erwachsene und 39 662 Kinder. „Den besucherstärksten Tag hatten wir am 5. August mit insgesamt 4868 Badegästen“, berichtet Kirk Reineke und lobt in diesem Zusammenhang das Badebetriebsteam um Dennis Dörschug, das alle Anstürme mit Bravour gemeistert habe.

Als Beispiel führte Reineke den mit 55 482 Badegästen besucherstärksten Monat Juli an – im vergangenen Jahr waren es in diesem Monat gerade mal 20 221 Besucher. Trotz der Rekordbesucherzahlen bleibt das Waldschwimmbad ein Zuschussbetrieb. „Den Umsatzerlösen von rund 900 000 Euro stehen allein 1,2 Millionen Euro an Personalkosten gegenüber, die Gesamtkosten für eine Betriebsjahr belaufen sich auf circa

2,5 Millionen Euro

“, bilanzierte Stadtwerke-Geschäftsführer Reineke. Um diese decken zu können, müsste man mit einem Eintrittspreis von 15 Euro kalkulieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare