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Jacqueline Fabian hat den Eiffelturm in Paris abstrahiert.

Kunst in Neu-Isenburg

Künstlergruppe der Volkshochschule zeigt ihre Arbeiten im Foyer des Waldschwimmbades

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Das Foyer des Waldschwimmbades dient derzeit als Ausstellungsraum für Künstler der VHS Neu-Isenburg. Die Bandbreite der gezeigten Exponate reicht von sachlichen Landschaften bis hin zu auf Leinwand gebannten Emotionen.

Die Volkshochschule (VHS) ist ein Ort vielfältiger Kreativität, diese wird in Neu-Isenburg in besonderer Weise gefördert. Dieses besondere Lob für die VHS der Hugenottenstadt kam insbesondere aus einer kleinen Gruppe von Künstlern aus dem benachbarten Frankfurt. „Was hier geboten wird, das ist wirklich vorbildlich, so etwas findet man bei uns nicht – deshalb sind wir auch seit Jahren hier“, meinte Sandra Brückmann von Ridder und lobte nicht nur das Angebot, sondern auch die räumliche Ausstattung und vor allem das Miteinander. Welche kreativen Arbeiten in der Sparte der bildenden Künste geschaffen werden, das zeigt derzeit die VHS-Werkschau im Foyer des Isenburger Waldschwimmbades.

„Kunst wird überall auf der Welt geschaffen, auch an so manch ungewöhnlichen Orten. Deshalb ist es auch angebracht, Kunst an einem normalerweise für eine Ausstellung ungewöhnlichen Ort wie dem schönen Foyer des Waldschwimmbades zu zeigen“, betonte Neu-Isenburgs Kulturdezernent Theo Wershoven bei der Eröffnung der Schau am Freitagabend. „Die Kunst ist einzigartig und passt deshalb auch perfekt zu diesem einzigartigen Ort“, setzte Wershoven nach und zielte dabei auf das Motto „Einzig-ARTtig“ der VHS-Ausstellung ab. Das wunderbar sanierte Schwimmbad sei nicht nur für Schwimmer einladend, sondern gerade auch für andere Anlässe wie die Präsentation von Kunst geeignet, so der Dezernent.

Wershoven brachte seine Anerkennung für die gezeigten Werke zum Ausdruck, aber auch für den Mut der Künstler, sich mit ihrem Schaffen der mitunter kritischen Öffentlichkeit zu stellen. „Die Künstler stellen sich der persönlichen Herausforderung ,was steckt in mir‘ und geben dies nun öffentlich preis“, führte Wershoven aus. Er dankte aber auch den VHS-Dozenten Dorita Jung, Predag Hegedüs und Arne Teschner, die sicher viel Geduld aufgewendet hätten, um die Kunstschaffenden so weit zu bringen, wie es die ausgestellten Bilder zeigen. „Ich will da gar nicht von mir ausgehen, da wäre alles sicherlich viel komplizierter“, scherzte Wershoven. Ein besonderes Lob ging auch an die VHS-Geschäftsführerin Sabine Wershoven und die Vorstandsvorsitzende Christine Wagner.

Das Spektrum der in der Bilderschau gezeigten Arbeiten reicht von der sachlich dargestellten Landschaft über Standansichten bis hin zu expressionistischen Kompositionen – oder auch spontanen Emotionen, die auf die Leinwand gebracht wurden. „Wir waren mit unserem Malkurs direkt auf Gut Neuhof, hatten Glück mit dem Wetter, und das ist mein Kunstwerk, das ich dabei geschaffen habe“, sagt Franz Drews und zeigt auf sein Aquarell-Gemälde. Die Ansicht zeigt den Teich mit der großen Platane und dem dahinter liegenden Gebäude. „Ich bin mit mir ganz gut zufrieden“, meint der mehr als Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs denn als Künstler bekannte Drews.

Etwas abstrahiert, aber dennoch die wichtigen Details markant herausgearbeitet hat Jacqueline Fabian den Eiffelturm in Paris mittels ihrer Acryl-Technik. Ähnlich abstrahiert, jedoch in der schwierigeren Aquarell-Technik, zeigt Rosemarie Totzauer den Frankfurter Dom. „Aquarell ist die feine Dame der Malerei, da lassen sich Fehler kaum korrigieren“, erklärt die Dozentin Dorita Jung dazu. Bunt, kaum nachvollziehbar, aber dennoch sehenswert, sind die „Lebenswege“, so wie sie Elisabeth Reiche dargestellt hat. „Es hat mich einfach gepackt, und ich musste das so zum Ausdruck bringen“, berichtet die Künstlerin, die das Malen als willkommenen Ausgleich auf ihrem Lebensweg sieht.

„Das ist genau das, was ich in der Phase der Entstehung des Bildes empfunden habe – da kann jeder selbst daraus ersehen, was er möchte“, sagt Sandra Brückmann von Ridder und zeigt auf ein buntes Farbenspiel. Es ist das Achte aus einer Serie und für sie von besonderer emotionaler Bedeutung. Ein ähnlich emotionales Werk hat Renate Köck zu bieten. „Da musste was raus aus mir“, erläutert die Künstlerin ihre in Blau gehaltene Impression. Mehr romantisch sind dagegen die verträumten Stadtansichten von Ursula Bremer – genau passend, um die bevorstehende Winterzeit aufzuhellen.

Die Schau der Neu-Isenburger VHS-Künstler unter dem Titel „Einzig-ARTtig“ ist noch bis Freitag, 2. November, im Foyer des Waldschwimmbades, Alicestraße 118, zu sehen.

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