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Kunstvolle Überraschungen

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Von: Leo Postl

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Das Neu-Isenburger Forum zur Förderung von Kunst und Kultur verkaufte Kunst-Wundertüten mit verborgenen Inhalten. Manch ein Besucher zeigte sich beim Öffnen der Tüten tatsächlich überrascht.

Kunst kann überraschend sein. Im Forum zur Förderung von Kunst und Kultur in Neu-Isenburg (FFK) haben sich Kunstschaffende vereint. Viele der dort organisierten Künstler sind für ihre künstlerische Handschrift bekannt. Doch wie spannend es sein kann, „blind“ ein Kunstwerk in einem Umschlag eines bekannten Künstlers zu erwerben, zeigt sich erst beim Öffnen dieses Umschlags.

Die Idee zur Kunstwundertüte hatte die Neu-Isenburger Designerin und Fotokünstlerin Kati Conrad. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Miruna Costa, Kerstin Diacont, Ulli Ehret, Martina Philippi, Veronika Scherer und Ellen Szyska organisierte sie nun die zweite Aktion, die diesmal nicht in der Schalterhalle des Bahnhofs, sondern nebenan in der ehemaligen Wartehalle „Auto im Reisezug“ war.

Passend verpackt

Viele FFK-Künstler hatten wieder von der Größe her passende Kunstwerke in DIN A 4-Tüten gepackt und diese für die Aktion „Kunstwundertüten“ bereitgestellt. Welches Kunstwerk sich darin verbarg, wusste natürlich nur der Künstler selbst.

Für 25 Euro konnten die Besucher ein Kunstwerk von Uwe Brendel, Kati Conrad, Kerstin Diacont, Ulli Ehret, Uwe Gillig, Irmgard Gürtler-Piel, Regina Häusler, Angelika Horz-Bartholome, Angelika Koch, Martina Philippi, Florian Piel, Veronika Scherer, Elena Spiro, Waltraud Stettin, Ellen Szyska, Rosemarie Weiß und Petra Wenzel erwerben.

In 227 Wundertüten warteten Zeichnungen, Gemälde, Aquarelle, Drucke, Fotografien und kleine Skulpturen auf ihre Käufer. Dabei gingen 5 Euro pro Tüte an ein soziales Projekt, diesmal an die Kinderhilfestiftung, die mit dem Geld den Kunst- und Musikunterricht für blinde und schwer sehbehinderte Schüler der Frankfurter Hermann-Herzog-Schule ermöglicht.

„Wir sind gespannt, ob wir den Erfolg der mit großer Euphorie und viel Zuspruch gestarteten Aktion aus dem vergangenen Jahr wiederholen können“, sagte Kati Conrad. Als „Begleitmusik“ hielten sich Gittarist Mark Protze sowie das Duo „Unerhört Fagott“ mit Ulrike Fröhling und Thomas Peter-Horas bereit. Ein besonderes KünstlerTeam bot zudem frisch gebackene Waffeln mit heißen Getränken an.

Wartehalle viel schöner

„Das ist doch ein echter Kunsttempel“, freute sich Miruna Costa, als sie die vielen Künstler und kunstinteressierten Besucher in der von Waffelduft und Gitarrenklängen geschwängerten ehemaligen Reisezug-Wartehalle begrüßte. „Hier ist es eigentlich noch schöner“, sagte Kati Conrad und freute sich über die große Resonanz mit dem Run auf die 227 Kunstwundertüten.

„Ich bin ganz gespannt, was da drin ist, das muss ich gleich aufmachen“, sagte Sabine Eggers. Behutsam öffnete sie die Tüte, und als sie das Kunstwerk sah, platzte es aus ihr heraus: „Ach du meine Güte, das ist ja ein nackter Arsch.“ „Nein, das ist ein Gesäß-Akt“, wurde die Besucherin von einer Künstlerin verbessert. Ganz zufrieden war Martin Walter, der ein Kunstwerk von Kati Conrad erworben hatte. „Das passt wunderbar auf mein Nachttischschränkchen“, sagte er.

Kornelia und Burkhard Müller gingen auf „Nummer sicher“, sie erwarb ein Kunstwerk von Angelika Koch, er eines von Uwe Gillig. „Das haben wir im vergangenen Jahr schon so gemacht und waren angenehm überrascht“, sagten beide und waren auch diesmal wieder sehr zufrieden.

Ganz spontan zauberte Usch Köber ein Kunstwerk an die Scheibe der Wartehalle. Mit Fingerschwüngen entstand ein Weihnachtsbaum mit Geschenken drum herum. Das Licht der farbigen Außenillumination machte den weihnachtlichen Zauber perfekt. Mit mehr als 100 verkauften Kunstwundertüten war die Aktion wieder ein toller Erfolg.

Noch eine Woche lang, also bis Samstag, 26. November, können die Tüten bei Farb-Art, Ludwigstraße 13, in Neu-Isenburg erworben werden. Infos gibt es unter .

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