+
Rachel Wittig fliegt über die Hürden.

Neue Tartanbahn

Leichtathleten können sich jetzt optimal auf Wettbewerbe vorbereiten

  • schließen

Lang war sie ersehnt worden. Nun wurde sie offiziell an die Leichtathleten übergeben: die neue Tartanbahn im Sportpark. Klar, dass die Sportler gleich mal loslegten.

Die Hintergründe, warum die neue Tartan-Laufbahn im Sportpark Neu-Isenburg gleich zweimal eingeweiht wurde, muten an wie jene von den beiden Königskindern, die sich nie trafen. Die langersehnte Tartanbahn um das Sportfeld 2, dazu noch mit der neuen Kugelstoß- und Werferanlage, sollte möglichst schnell den Leichtathleten übergeben werden. Mit dabei sein sollten jedoch die beiden Hauptakteure, nämlich Staatssekretär Werner Koch und Bürgermeister Herbert Hunkel. Wegen Terminschwierigkeiten und eines Sturzes von Hunkel kam der Termin erst jetzt zustande.

Hunkel war persönlich nach Wiesbaden gefahrenr, um mit Staatssekretär Werner Koch einen Zuschuss von 100 000 Euro zu erreichen. Damit die beiden „Königskinder“ dennoch zusammen kamen, besuchte Werner Koch den verhinderten Bürgermeister in seinem Haus, um ihm die Anerkennung für sein besonderes Engagement zu überbringen.

Aber auch für Hunkel war es ein Anliegen, sich noch einmal persönlich beim Staatssekretär zu bedanken. „Wer weiß, was ohne diesen Zuschuss wieder für Diskussionen im Parlament geführt worden und dieses Projekt möglicherweise verschoben worden wäre“, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken. Bei bestem Leichtathletikwetter erfolgte nun die zweite Laufbahneröffnung mit Staatssekretär Werner Koch und vielen Akteuren, die diese Allwetterbahn nun das ganze Jahr über nutzen können.

Neben den Top-Leichtathleten des TV Neu-Isenburg waren auch Schüler-Abordnungen aus der Hans-Christian-Andersen Schule und der Brüder-Grimm-Schule mit dabei.

Die Grundschüler zeigten nicht nur einen Staffelwettbewerb um Slalomstangen, sondern auch erste Versuche des Hürdenlaufes – über Bananenkisten. Die Schüler aus der Brüder-Grimm-Schule boten Demonstration über niedrige Hürden, die TV-Leichtathletinnen zeigten beeindruckende Hürdensprints. Und das Neu-Isenburger Speerwerfer-Ass Hendrig Nungeß ließ den Speer sogar bis an die 60-Meter-Grenze fliegen.

„Ich bin jetzt noch mehr überzeugt, dass dieses Geld für diese schöne Laufbahn bestens investiert ist“, betonte Staatssekretär Werner Koch. Er bezeichnete die Sportstadt Neu-Isenburg ohnehin als einen wichtigen Pfeiler im Sportland Hessen.

Klaus Schuder, Vorsitzender der Abteilung Leichtathletik des TV Neu-Isenburg und zudem Vizepräsident des Hessischen Leichtathletikverbandes, sah diese neue Tartanbahn als wichtige Ergänzung der Hauptbahn. „Gerade bei Leichtathletik-Großveranstaltungen, wie Meisterschaften, gab es immer Engpässe. Jetzt können sich die Athleten hier draußen optimal vorbereiten“, betonte Schuder.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare