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Aus dem Dunkel kam St. Nikolaus zu den Kindern im Garten, hinten die Kirche St. Josef..

Vorweihnachtlicher Lichterglanz

Lichtermarkt der Kita St. Josef und Weihnachtsmarkt von Heilig Kreuz

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Der Duft von frisch gebrannten Mandeln zog viele Besucher zum Lichtermarkt der Kita St. Josef und zum Weihnachtsmarkt von Heilig Kreuz. Natürlich fehlte auch der Nikolaus nicht.

Jetzt ist es offiziell: Der Advent ist da. Pünktlich zur Vorbereitungszeit auf die Geburt Christi wurden Weihnachtsbäume aufgestellt, diese mit vielen bunten Lichtern geschmückt und auch ganze Straßenfluchten erstrahlen in Neu-Isenburg im vorweihnachtlichen Lichterglanz. Am Samstag stand der Lichtermarkt der Kindertagesstätte St. Josef an, und die katholische Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ richtete den Weihnachtsmarkt aus.

Der Budenzauber zu Fuße der drei größten Weihnachtsbäume in der Hugenottenstadt hat einen besonderen Charme. Der große Hof und auch die für den Verkehr gesperrte Straße davor bieten beste Voraussetzungen für eine kuschelige Atmosphäre. Die Fäden der Organisation hatte Wolfgang Schulte-Sasse in der Hand, der sich auf ein eingespieltes Team verlassen kann. Der Weihnachtsmarkt von „Heilig Kreuz“ wie er nur genannt wird, ist zu einem wunderbaren Miteinander von katholischer und evangelischer Kirche mit ihren Initiativgruppen geworden, auch Einzelpersonen oder Gruppen beteiligen sich gerne.

Bereits am frühen Nachmittag zog der Duft von frisch gebrannten Mandeln und Lebkuchen durch den Buchenbusch und lockte immer mehr Besucher an. Der Parkplatz vor der Kirche und am Alfred-Delp-Haus wurde zum Treffpunkt der Besucher. Dort gab es nicht nur Speis und Trank, von Bratwürstchen über Waffeln bis hin zu Glühwein und Kinderpunsch, sondern auch verschiedene Gesangsgruppen fanden auf der Treppe eine ideale Bühne. Das historische Kinderkarussell ist ein Muss für die Kleinen, manche wären wohl gerne unentwegt gefahren.

Mit dabei war auch die Nachbarschaftsinitiative der drei Damen: Sabine Stang, Silvia Heß und Angelika Riemer aus der Neuhöfer Straße. Sie hatten Kränze und Gestecke, Kerzen und andere weihnachtliche Dekorationen gebastelt und boten diese zum Verkauf an. „Der Bollerwagen ist im ganzen Buchenbusch bekannt, mit dem fahren meine Kinder die Zeitungen und Prospekte aus“, verriet Sabine Stang. Reger Andrang herrschte auch vor dem Stand „Selbstgebackenes“, dort boten Maria Norrenbrock, Margret Winterer und Liesel Schulte-Sasse leckeres Backwerk an.

Viele freiwillige Helfer waren mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen, kochten Marmelade, backten Plätzchen oder halfen beim Aufbau der Stände. „Hier können alle mitmachen“, zeigte Walter Norrenbrock auf einen Stand mit Geschenken für die Aktion der evangelisch-reformierten Gemeinde Am Marktplatz. Im Bollerwagen liegen bereits viele kleine Päckchen, diese können Weihnachtsmarktbesucher erwerben. Sie werden dann zu den Kindern nach Beregovo geschickt.

Wer der Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ direkt etwas zukommen lassen will, der ist im großen Flohmarktzelt richtig. Hier stapeln sich viele Bücher, nicht mehr gebrauchter Hausrat und auch Dekoartikel, die gespendet wurden. Der Erlös kommt der Gemeinde zugute, die mehrere soziale Projekte unterstützt. Mit dabei war auch wieder die Dino-Kindereisenbahn, die sich in der Dunkelheit wie ein leuchtender Lindwurm durch die Straßen der Siedlung Buschenbusch schlängelte. Ein weiterer Anziehungspunkt für die kleinen Besucher war die große Weihnachtskrippe im Freien, die mit leuchtenden Augen bestaunt wurde.

Am Sonntag fand dann der Budenzauber noch einmal seine Fortsetzung. Hier lud Alexander-Schulte-Sasse zum Weihnachtslieder-Flashmob ein. „Jeder kann sein Instrument oder auch nur seine Stimme mitbringen, die Gemeinschaft macht den Rest“, so der Organisator. Der Erlös des Weihnachtsmarktes in Heilig Kreuz kommt sozialen und kirchlichen Projekten zugute.

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Bunte Lichtergirlanden, Wohlgerüche aus den himmlischen Backstuben, viele glänzende Kinderaugen – und drei scheinbar allgegenwärtige Engel, das waren die Eindrücke beim Lichtermarkt der Kindertagesstätte St. Josef. Bereits am frühen Nachmittag konnten die kleinen Besucher auf den beiden Ponys die Welt einmal aus anderer Perspektive erleben und hatten viel Freude. Dann ging es in die große Backstube, wo Waffeln frisch zubereitet wurden, die nach dem Aufenthalt an der frischen Luft ganz toll schmeckten. „Mama, ich will noch eine“, überraschte die kleine Sabrina ihre Mutter.

In der Bastelstube nebenan galt es, aus den vorgefertigten Schablonen, mit Hilfe von Mama oder Papa, so wie bei Lotta und Andreas Kronhart, einen schönen Schneemann zu basteln. Draußen wurde es dämmerig und das große Lagerfeuer wurde entzündet. Dann kam er auch schon: St. Nikolaus in seinem festlichen Gewand und in Begleitung der drei Engel Stefanie, Carmen und Christiane. St. Nikolaus wandte an die Kinder, lobte sie für ihr vorbildliches Verhalten und versprach jedem ein Geschenk. Da wurden die leuchtenden Kinderaugen noch einmal größer. „Das war ein wunderbarer Lichtermarkt, das Wetter war perfekt und es kamen auch viele Besucher“, sagte Pfarrer Martin Berker erfreut.

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