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Vor dem Wein-Court des TC Foresta fühlen sich alle pudelwohl.

Gravenbruch

Mädchen und Jungen versteigern bei Stadtteilfest Bilder für krebskranke Kinder

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Vereine und Institutionen trugen dazu bei, dass das 30. Stadtteilfest in Gravenbruch ein Erfolg war. Trotz alle Freude übers Fest gab es auch eine Aktion für den guten Zweck.

Der Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch liegt zwar ein paar Kilometer entfernt im Wald von der Kernstadt, dennoch gehören die Gravenbrucher Bewohner ebenfalls zu den „Isenburgern“. Seit nunmehr 30 Jahren gönnt ihnen die „Hauptstadt“ ein eigenes Fest, zu dem freilich alle Isenburger, sowohl aus der Kernstadt und sogar aus Zeppelinheim kommen. Damit das Fest auch seinen Namen verdient, haben sich nicht nur die bewährten Vereine und Institutionen mit eingebracht, sondern auch die Kinder aus dem Kinderzentrum (KiZ) haben sich mit einer Benefizaktion für schwer an Krebs erkrankte Kinder beteiligt.

Schon vor der Eröffnung des Stadtteilfestes am Freitagabend hatten sich viele Gäste rund um das Festzelt – aber auch im Zelt selbst – eingefunden. „Es ist diesmal das erste Mal, dass wir ordentliches Wetter haben, entweder war es sonst zu heiß oder richtiges Sauwetter“, erinnert sich Gaby Saalwächter am Stand des TC Foresta. Der Tennisclub ist mit seinem Wein Court seit 2011 dabei – also seit sieben Jahren. Dass das Stadtteilfest auch bisher sich kaum kennende Zwei-, aber auch Vierbeiner zusammenführt, belegten Dilara und Leonie, die sich mit dem Mischlingshündchen „Gauner“ herzhafte Spielereien leisteten – ganz zur Freude aller Beteiligten. „Wenn nur so alle Menschen miteinander umgehen würden“, meinte eine begeisterte Zuschauerin.

Seit Beginn des Stadtteilfestes ist die SSG Gravenbruch mit dabei, um nicht nur ihre Gäste zu bewirten. Diesmal liefen bei Michael Mühl alle Organisationsfäden zusammen. „Es ist wichtig, dass man ein großes Team hat und alle feiern können, und nicht, dass ein paar Wenige sich reinhängen und nur die Malocher sind“, beschreibt er sein Erfolgsrezept. So wurden im Vorfeld alle Einsatzpläne abgestimmt, so dass jeder nur zwei, maximal drei Stunden an einem Tag im Einsatz war. Mit Jesus Martin als Grillmeister und Willi Gonnermann am Ausschank mit ihren Helfern ging es los, dann wurde gewechselt. „Ich brauche rund 50 Helfer, damit alles rund läuft“, erklärt Michael Mühl.

Obwohl noch auf seine Gehhilfen angewiesen, ließ es sich Bürgermeister Herbert Hunkel nicht nehmen, das Stadtteilfest in Gravenbruch zu eröffnen. „Ich habe gestern noch einmal mit Herrn Altuntas telefoniert, er ließ mich wissen, dass alles im Zeitplan ist“, verwies Hunkel auf die Baustelle des Rewe Marktes. Das Wohnprojekt der katholischen Kirche ist im Rohbau fertiggestellt, bis es bei der evangelischen Kirche weiter geht, wird es noch ein paar Wochen dauern. Beim nächsten Stadtteilfest wird das Umfeld jedoch schon ganz anders aussehen. Bürgermeister Hunkel wünschte, dass das Stadtteilfest wieder zu einem schönen Fest der Begegnung für alle werden möge.

Zum 30. Fest in Gravenbruch hatten sich die Kinder des Kinderzentrums etwas Besonderes ausgedacht. Sie hatten zwei Kunstwerke erstellt, die sie versteigern lassen wollten, das so eingenommene Geld sollte dem Verein Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt – über die Dino Kindereisenbahn – zukommen. „Bei der Nachmittagsbetreuung erzählten die Kinder von kranken Familienmitgliedern, auch von solchen, die ganz schwer an Krebs erkrankt sind. Besonders betroffen waren sie, dass auch schon Kinder an Krebs erkranken – genau diesen wollten sie helfen“, erklärte KiZ-Leiterin Silvia Tornow. Die beiden wunderschönen Kunstwerke erbrachten einen Gesamterlös von 350 Euro, der an Andreas Gelse, stellvertretender Vorsitzender der Dino-Kindereisenbahn, und seiner Frau Irena treuhänderisch übergeben wurde. Der Abend ging dann mit flotten Tanzrhythmen der „Big T Band“ weiter.

Am Samstagnachmittag gab es dann wieder die schönen Kinderaktionen mit dem Kinderzirkus Wannabe, der Jugendfeuerwehr Neu-Isenburg und den Kinderflohmarkt. Die Dino-Kindereisenbahn drehte wieder ihre Runden und auf der Bühne gab es Tanzdarbietungen verschiedener Gruppen. Am Abend gab es den ersten Musik-Act auf der Wiesen: die „Triple A-A++Helmer S“ sangen bekannte Popsongs. Die „Aimless Crew“ begeisterte am Abend mit ihrer Hip-Hop Darbietung die vielen Gäste im Festzelt.

Der Sonntag begann mit einem interreligiösen Sketch und Musikprogramm unter dem Motto „Mut zum Glauben“, danach rollten die blank geputzten Oldtimer auf den Dreiherrnsteinplatz und die Band „One way to heaven“ der katholischen Kirche sorgte für mitreißende Live-Musik. Bei Mitmach-Spielen vergnügten sich große und kleine Besucher beim schönen Fest in Gravenbruch.

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