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Frieden und One World

Solidarität mit Flüchtlingen

Mahnwache gegen Rassismus in Neu-Isenburg

Rund

Rund 100 Menschen kamen gestern Abend  vor der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg zu einer Mahnwache gegen Rassismus zusammen. Mit Kerzen, einem Friedenszeichen auf dem Boden und wenigen Plakaten wollten die Isenburger Solidarität zeigen – mit den Flüchtlingen und auch mit der Nachbarstadt Dreieich, in der es am Montag Schüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft gegeben hatte.  Henrik Kammermeier, der Initiator der Mahnwache sagte: „Noch ist nicht bekannt, ob es sich tatsächlich um einen fremdenfeindlichen Übergriff handelt, die Vermutung liegt allerdings sehr nahe.“   Der Isenburger, der auch die Facebook Seite „Refugees welcome“ und regelmäßige Spendensammlungen für die Erstaufnahmeeinrichtung in der Neu-Isenburger Rathenaustraße organisiert fragte: „Wollen wir weiter tatenlos zusehen, wie Schutzsuchende in unserem Land, dass für Vielfalt steht, beleidigt, geschlagen, getreten und jetzt auch beschossen werden?“. Das sei nicht die Zukunft, die er sich wünsche und forderte daher zu einem klaren Zeichen auf: „Wehret den Anfängen!“.

Auch wenn das gewünschte riesige Lichtermeer mit mehreren hundert Menschen an diesem Abend nicht zustande kam, nutzen die Menschen die Gelegenheit, um von der Flüchtlingsarbeit zu berichten und sich klar für eine gute Willkommenskultur in der Stadt zu positionieren. Pfarrer der Marktplatzgemeinde, Matthias Loesch, erinnerte auch daran, dass die Solidarität mit den Flüchtlingen alleine nicht ausreiche. Es gehe auch um einen politischen Kampf, Wahlen stünden vor der Tür und er warnte vor möglicherweise starken rechten Parteien und Wahlergebnissen, wie es sie kürzlich in Frankreich gegeben hatte: „Wir müssen alle Menschen, die noch zu gewinnen sind, gewinnen. Sonst rutscht diese Gesellschaft. Es muss ein klares Nein sein, gegen Rassismus und gegen menschenverachtendes Verhalten“, sagte Loesch. Er erntete dafür den wohl größten Applaus des Abends.njo  

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