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Mehr Oasen für die Innenstadt

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Von: Leo Postl

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Der kleine Parkplatz an der Frankfurter Straße könnte zu einer kleinen, grünen Oase werden.
Der kleine Parkplatz an der Frankfurter Straße könnte zu einer kleinen, grünen Oase werden. © Leo F. Postl

Im Zuge des bevorstehenden Stadtumbaus wollen die Grünen für eine verbesserte Aufenthaltsqualität der Innenstadt sorgen. Dirk Wölfing, Dezernent für Klimaschutz und Energiewende, schildert seine Vorstellungen.

Neu-Isenburg ist zur Boom-Town geworden, das belegen die vielen Baukräne im Neubaugebiet Birkengewann und die bevorstehende Bebauung des Stadtquartiers Süd, des wohl vorläufig letzten großen Siedlungsgebietes in der Hugenottenstadt. Dies alles wird einen weiteren Bevölkerungszuwachs mit sich bringen, in der Folge nicht nur sprudelnde Steuereinnahmen, sondern auch mehr Individualverkehr. Mehr Verbrennungsmotoren bedeuten aber eine weitere Verschlechterung der Luft und damit der Lebensqualität – doch gerade diese wollen die Neu-Isenburger Grünen verbessert sehen.

„Wir müssen noch in dieser Legislaturperiode ganz wichtige Weichenstellungen festlegen, die ihre Auswirkungen noch in 20 oder 30 Jahren haben werden“, sagt Dirk Wölfing, Dezernent für Klimaschutz und Energiewende. Um seine Zielvorstellungen zu erreichen, muss man diese erst einmal definieren. „Neu-Isenburg soll eine grüne, aber auch urbane Stadt werden in der man sich gut bewegen aber auch gut heraus und hereinfahren kann – möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln“, beschreibt Wölfing die Vision der Grünen-Politik in der Hugenottenstadt.

Vision einer Seilbahn

Vorrangiges Ziel sei es, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu verringern. Um dies zu erreichen, müsse die Verbrennung von fossilen „Betriebsmitteln“ deutlich zurückgefahren werden. „Wir dürfen nicht nur auf den Autoverkehr zeigen, sondern auch auf alle, die fossile Energieträger nutzen – die ohnehin endlich sind“, betont Wölfing. Die Elektromobilität hält er ebenso für einen Übergangslösung wie die dezentrale Versorgung der Haushalte durch Kraftwärmekopplungsanlagen. „Wir brauchen einen Mix aus vielen alternativen Antrieben aber auch unterschiedlichen Beförderungsmitteln“, sagt Dirk Wölfing und kommt damit auf die Regionaltangente West sowie auf die

Vision einer Seilbahn

, die er selbst als Alternative Verkehrslösung in das Symposium „Quo vadis“ eingebracht hat, zu sprechen. Im Zuge des bevorstehenden Stadtumbaus, für den Neu-Isenburg beträchtliche Fördermittel zugesagt bekam, wollen die Grünen auch für eine verbesserte Aufenthaltsqualität der Innenstadt sorgen. „Eine Belebung der Fußgängerzone kann man nur erreichen, wenn es die Menschen, aus welchen Gründen auch immer, dorthin zieht. Also müssen wir solche Voraussetzungen schaffen“, betont Wölfing.

Ideenwettbewerb

Aber auch kleinere, unproblematisch umsetzbare Maßnahmen, können nach seinen Vorstellungen die Innenstadt grüner und schöner machen. Hier nennt Wölfing den kleinen Parkplatz neben dem Sparkassen-Gebäude in der Frankfurter Straße. „Ein paar Bänke, vielleicht noch ein kleiner Brunnen – und fertig ist eine einladende Oase.“ Weitere aktuelle Arbeitsfelder sind ein Gebäudemanagement und der Radverkehr. Für beides sieht Wölfing großen Handlungsbedarf.

Weitere Themen auf der Agenda der Grünen sind der Entwurf der Bebauung des Stadtquartiers Süd, aber auch die Renovierung und Umgestaltung der Hugenottenhalle samt angrenzender Stadtbibliothek. „Wir müssen festlegen, was wir im Stadtquartier alles haben wollen, ein

Ideenwettbewerb

sollte vielfältige Ideen einbringen, die wir dann zu unserer Idealvorstellungen zusammenfügen können“, betont der Dezernent. Dies gilt auch für die Hugenottenhalle und Stadtbibliothek, für die er zunächst eine Raumbedarfsanalyse fordert, um dann auch energetisch den Gebäudekomplex zukunftsfähig zu machen. „Es gibt bestimmt auch viele Synergien mit der Volkshochschule, von der man Teile hier eingliedern kann und andere Teile in einem weiteren Bildungsstandort im bisherigen Branntweinmonopol-Gebäude“, so Dirk Wölfing.

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