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Zahlreiche Menschen und Initiativen waren dem Aufruf zu einer Demo gegen Rassismus gefolgt.

Gegen Rassismus

Gut 100 Menschen demonstrieren für mehr Toleranz

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Die Initiativen, die seit Wochen samstags auf dem Markt Flagge gegen Rassismus gezeigt hatten, versammelten sich nun zu einer Abschlussdemo. Mehr als 120 Unterstützer kamen.

Verschiedene Initiativen hatten den Sommer über jeden Samstag zur Marktzeit in der Fußgängerzone gegen Rassismus in Neu-Isenburg Flagge gezeigt. Federführend war die Initiative „iburg_ohne_rassismus“ (wir berichteten). „Unser Anliegen ist es, rassistischer Hetze, rechten Ressentiments und faschistischem Gedankengut offensiv entgegenzutreten“, beschreibt Rolf Engelke die Zielsetzung der Aktionen.

Mit dabei waren die Initiativen „Lesen gegen Rechts“, „Omas gegen Rechts“, Fußballer, die Humanistische Gemeinschaft, der Weltladen, die Flüchtlingshilfe und viele einzelne Antirassisten, die zum Ausdruck brachten, dass Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz in Neu-Isenburg haben. „Wir wollen eine Stadt für alle, die sich offensiv gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für ein solidarisches Miteinander positioniert“, so Engelke.

„Wir sind unabhängig von Parteien und anderen politischen Organisationen. Unser Ziel ist klar: Rassistische Hetze, egal von welcher Seite und egal von welcher Partei, darf in Neu-Isenburg nicht unwidersprochen bleiben. Nicht im hessischen Landeswahlkampf, im hessischen Landtag und anderswo und schon gar nicht auf Dauer“, hatte Engelke in einem Aufruf zu einer Abschlussdemo geschrieben, die am Samstag über die Bühne ging.

An der Ecke Bahnhofstraße/Ludwigstraße fanden sich rund 100 Teilnehmer ein, die mit ihrem Demonstrationszug noch mehr Aufmerksamkeit erreichen wollten. Am Ende sollen es 120 gewesen sein, die mit Spruchbändern durch die Straßen zogen. In der Frankfurter Straße gab es in Höhe der Bahnhofstraße einen kurzen Halt, dort ergriff Matthias Loesch, Pfarrer im Ruhestand, das Wort. „Wir sind eine lose Gruppierung, überparteilich, ja überkonfessionell – jedoch alle mit dem gleichen Ziel. Rassismus muss frühzeitig begegnet werden“ so Loesch.

Er prangerte auch die Situation der mit Booten flüchtenden Menschen an und forderte ein Umdenken im Isenburger Parlament, das ja den Antrag der Linken, die Hugenottenstadt möge ebenfalls ein sicherer Hafen für Bootsflüchtlinge werden, an den Kreis verwiesen hatte. Nachdem der Demonstrationszug, begleitet von einem größeren Polizeiaufgebot, seinen Ausgangspunkt erreicht hatte, löste er sich auf und es blieb alles friedlich.

(lp)

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