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Adrienn Banhegy jonglierte beim Seilspringen den Ball auf dem Fuß.

Sportlerehrung

Neu-Isenburg ehrt seine Leistungsträger

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Weltmeisterin Marie Tischer wird Sportlerin des Jahres und die Fußballer der Spielvereinigung 03 als Langzeit-Erfolgreiche zur Mannschaft des Jahres gekürt. Rudi-Seiferlein-Preis für Wolfgang Simon von der SSG Gravenbruch.

In Neu-Isenburg ist es noch gute Tradition, die sportlichen Leistungsträger öffentlich zu ehren. Im Rahmen des „Bunten Abend des Sports in der Hugenottenhalle wurden 108 besonders erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet. Für das bunte Programm sorgten die Sportgymnastinnen der TSG Neu-Isenburg, die Tänzerinnen des TSC Ysenburg, aber auch Adrienn Banhegy mit ihrer sensationellen Rope-Skipping-Show. Viel Beifall gab es auch für das Trio „Simplified“ für die musikalische Unterhaltung, moderiert wurde der Abend des Sports wiederum von der einstigen Neu-Isenburger Handballerin Martina Knief.

„Erfolg – besonders im Sport – ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von hartem Training, aber auch Teamarbeit und entsprechende gute Trainingsstätten“, betonte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel bei seiner Begrüßung der 108 Sportler, die im vergangen Jahr ganz besondere Leistungen erzielt hatten. Zu den erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportlern gehörten wieder einmal zahlreiche Rollkunstläuferinnen und Rollkunstläufer des Rollsportverein Neu-Isenburg, aber auch der Tanz-Sportclub Ysenburg, wiederum viele Gymnastinnen der Rhythmischen Sportgymnastik der TSG Neu-Isenburg als auch zahlreiche Leistungsträger der Leichtathletikabteilung des TV Neu-Isenburg. Hervorzuheben ist auch die Voltigiermannschaft des Reitervereins Gravenbruch, die Hessenmeister in der Leistungsklasse A wurde.

Dazu kommen viele herausragende Einzelleistungen von Sportlerinnen und Sportlern, die zwar in Neu-Isenburg leben, aber für andere Vereine an den Start gehen. Hier müssen Wolf Doebel und Liam Kulick vom Höchster SV genannt werden, die im Wasserspringen reihenweise Meistertitel einheimsten. Hans-Jürgen Naumann startet für den BV Blau-Gelb Frankfurt und holte ebenfalls mehrere Meistertitel im Bowling. Recht erfolgreich auch wieder die Ringer des Kraftsportvereins Neu-Isenburg. „Wilhelm Tell war ein mittelmäßiger Schütze, man braucht nur besser zu sein, dann wird man auch deutscher Meister“, scherzte Klaus Pfeiffer, der sowohl mit dem Recurve-Bogen als auch mit dem Compoundbogen deutscher Meister in der Klasse Master-Senior wurde.

Papa am Spielfeldrand

Mit dem Rudi-Seiferlein-Preis werden Personen ausgezeichnet, die sich über viele Jahre hinweg in einem „sportlichen Verein“ besonders engagiert haben. Für den Gravenbrucher Wolfgang Simon war immer seine Frau Monika der Mittelpunkt, mit Fußball hatte er nichts am Hut. Bis seine Söhne Markus und Stefan geboren wurden – und plötzlich Fußball spielen wollten. Es fing als guter Papa beim Training am Spielfeldrand an und führte über den Jugendleiter bis hin zum Vorsitzenden der SSG Gravenbruch, an deren Spitze er von 1998 bis 2016 stand. Die Übernahme der einst städtischen Sportanlage, die Belebung des Seniorenfußballes und vor allem die Ausrichtung eines internationalen Jugendturnieres sowie die große Feier zum 25-jährigen Bestehen der SSG Gravenbruch im Jahr 2002 waren für die Jury viele Gründe, Simon mit dem Rudi-Seiferlein-Preis auszuzeichnen. „Ich habe das alles für den Verein und aus meinem innerem Antrieb heraus gemacht“, betonte Wolfgang Simon sichtlich gerührt.

Mit dem Titel „Mannschaft des Jahres“ wurde die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 03 Neu-Isenburg ausgezeichnet – übrigens zum zweiten Mal. Damit wurde insbesondere eine stetig hohe Leistungsbereitschaft des Teams um Trainer Peter Hoffmann, aber auch die Anerkennung, den einst am Boden liegenden Verein wieder in eine sportlich und finanziell gesicherte Zukunft zu führen, entsprechend gewürdigt.

Aufstieg statt Mitleid

Hier gebührt Günther Marx besondere Anerkennung. „Damals haben wir den Titel wohl mehr aus Mitleid erhalten, diesmal konnten wir mit dem Aufstieg in die Hessenliga auch sportlich überzeugen“, freute sich Coach Peter Hoffmann.

Wenn schon nicht eine Weltmeisterin, wer denn dann könnte mit dem Titel „Sportlerin des Jahres“ ausgezeichnet werden? Nach vielen bereits errungenen Hessenmeisterschaften und Deutschen Meistertiteln setzte sich nun Marie Tischer mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft der Pferde-Einspänner im ungarischen Mezöhegues selbst die Krone auf. Ihr großer Förderer war Papa Peter Tischer, einst selbst ein sehr erfolgreicher Gespannefahrer – und ihr Partner „Fortino“. Aber damit nicht genug, mit ihrem Pferd „Sky Dweller“ holte Marie Tischer schließlich noch einen Vize-weltmeistertitel. „Ich war erst einmal froh, dass ich den Helm, den alle U18-Fahrer tragen müssen, gegen meinen schönen Hut tauschen konnte“, scherzte die sympathische junge Fahrerin; die auch noch das Abitur schaffte.

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