150 Seiten ihre Parteigeschichte

CDU Neu-Isenburg: Eine Chronik zur rechten Zeit

Die CDU hat erstmals in Papierform ihre eigene Parteigeschichte festgehalten. Diese 150 Seiten dicke Chronik hat Christel Passinger verfasst. Das Buch ist bald käuflich zu erwerben.

Große Parteierfolge, schmerzhafte Wahlniederlagen, politische Stadtteilgeschichte und eine kesse Junge Union. In den letzten Tagen ihres Jubiläumsjahres zum 70. Geburtstag präsentiert die Neu-Isenburger CDU ihre Parteichronik.

Parteimitglied Christel Passinger, die viele Jahre ehrenamtliche Mitarbeiterin im Stadtarchiv war, hat sich der Geschichte der Partei angenommen. „Jetzt ist unser Jubiläumsjahr fast um, am 24. Januar 1946 war die Gründungsveranstaltung, aber es ist noch nicht zu spät für eine Chronik“, sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Schmitt bei der Präsentation des 150 Seiten starken Werks.

Passinger hat schon einige Chroniken erarbeitet, bislang eher von Sportvereinen. „Ich habe diese Herausforderung ein wenig unterschätzt“, gibt die Chronistin lächelnd zu. Sie habe etliche Stunden im Stadtarchiv zugebracht. „Das schwierigste war eigentlich, an die Fotos zu kommen. Zum Glück hatten wir doch noch ein paar Mitglieder, die uns mit alten Fotografien helfen konnten.“

Passinger beleuchtet die Geschichte der Partei und der Fraktion, auch die der beiden Ortsteile Gravenbruch und Zeppelinheim. Sie hat sich mit den Gruppierungen – wie der Senioren Union und der Jungen Union – beschäftigt, erinnert an die großen Veranstaltungen und die wichtigen Persönlichkeiten der Partei.

In der Chronik sind spannende Details zum Nachlesen festgehalten, beispielsweise die Verhinderung der Hochhäuser an der Bansamühle Ende der 1970er Jahre oder das innerparteiliche Gerangel Anfang der 1980er Jahre um den damaligen Bürgermeisterposten.

„Am spannendsten für mich waren die Porträts über die besonders verdienten Mitglieder. Einen von ihnen konnte ich persönlich so gar nicht leiden“, berichtet Christel Passinger weiter. Diese Person, die sie namentlich nicht nennen wollte, bekam posthum ihre Anerkennung: „Wahnsinn, wie viel einzelne Menschen mit ihrem Engagement für die Stadt bewegen konnten.“

Neben der reinen Parteigeschichte hat Christel Passinger auch

Interviews geführt

. Dabei kommen der ehemalige Bürgermeister und heutige Landrat Oliver Quilling, Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Walter Norrenbrock zu Wort. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier haben sich mit Grußworten in der Chronik verewigt.

Erster Stadtrat Stefan Schmitt ist froh über das Stück Parteigeschichte in Papierform, welches zum Schmökern einlade. „Es ist ein übergeordneter Blick, nicht unbedingt nur mit der Parteibrille zu sehen – es sind in dem Buch auch stadtgeschichtliche Dinge dokumentiert“, bedankte sich Schmidt bei seiner Parteikollegin.

Die Christdemokraten stellen die 150 Seiten Parteigeschichte auf dem Neujahrsempfang am morgigen Sonntag in der Hugenottenhalle vor. Vom 21. Januar an ist das Buch in der Geschäftsstelle der CDU, Bahnhofstraße 19, samstags während des Wochenmarkts zu bekommen. Die Partei gibt das Buch zum Selbstkostenpreis heraus, der genaue Preis ist noch nicht bekannt. njo

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