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An der A5 weist jetzt ein Schild den Weg zum Zeppelinmuseum in Neu-Isenburg

Touristische Hinweistafel

Ein Schild an der A5 weist jetzt den Weg zum Zeppelinmuseum in Neu-Isenburg

Eine touristische Hinweistafel wirbt nun an der A 5 für einen Abstecher zum Zeppelinmuseum. Die Freude über die Umsetzung eines vor Jahren gestellten Antrags ist jedoch bei der FDP leicht getrübt.

Tausende Autos passieren auf den Autobahnen A 3, A 5 und A 661 täglich die Hugenottenstadt. Ihre Insassen erfahren dabei, wie weit sie es bis nach Würzburg oder Köln haben oder auf welche Abfahrt sie abbiegen müssen, um ans Ziel zu gelangen. Sie erfuhren aber bisher nichts über Isenburgs Sehenswürdigkeiten.

Das ist jetzt anders, zumindest an der A 5: Eine touristische Hinweistafel wirbt nun zwischen der Anschlussstelle Weiterstadt und Langen-Mörfelden (in Fahrtrichtung Norden) für einen Abstecher zum Zeppelinmuseum. Mitarbeiter von Hessen Mobil haben eines dieser braunen Schilder, mit deren Hilfe an Deutschlands Fernstraßen landauf landab mit allerlei touristischen Pfunden wie Sehenswürdigkeiten gewuchert wird, aufgestellt.

Langgehegter Wunsch der Politik geht in Erfüllung – schon 2016 bemühte sich die Stadt um Hinweisschilder

Damit geht zumindest einer der langgehegten Wünsche der Kommunalpolitik in Erfüllung. Bereits 2016 hatte die – damals noch im Viererbund arbeitende – Koalition aus CDU, Grünen, FDP und FWG im Stadtparlament nach touristischen Hinweistafeln gerufen. Zwei der braunen Schilder, so schwebte den Koalitionären vor, sollten für die Stadt werben – und zwar an der A 5 (Höhe Zeppelinheim) sowie an der A 3 in Höhe der Kernstadt. Bemüht hatte sich der Magistrat bei Hessen Mobil folglich auch um beide Standorte – was die A 3 betrifft, war Isenburg jedoch wiederholt abgeblitzt.

Dennoch freut man sich im Rathaus nun natürlich darüber, dass es mit einem Schild geklappt hat. „Die Werbung an so prominenter Stelle für das Museum unterstützt die hervorragende Arbeit des Fachbereichs Kultur“, kommentiert die Stadtspitze in der Pressemitteilung zum Aufbau der Hinweistafel.

"Hoch erfreut“ zeigt sich auch sogleich die FDP, die inzwischen die Koalition verlassen hat, über die Tatsache, dass die Tafel, die ein großes Luftschiff zeigt, nun an der A 5 steht. Allerdings wird die Freude der Liberalen leicht getrübt, „weil selbst bei solch einem Thema seitens der Stadt nicht einmal auf die Urheberschaft dieser Idee hingewiesen wird“, kommentiert der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Jörg Müller.

FDP verärgert: Stadt verschweigt den Urheber der Idee

Und Thilo Seipel, Fraktionschef der Liberalen, merkt per Pressemitteilung an, die FDP sei „traurig, dass der Magistrat bei seiner Pressemitteilung zu diesem Thema einen wichtigen Sachverhalt verschweigt“. Die Initiative sei nämlich eben nicht von der Stadtspitze, sondern vom Parlament ausgegangen: „Zu Beginn dieser Wahlperiode war es die seinerzeit noch bestehende Tansania-Koalition, die auf Initiative der FDP hin einem entsprechenden Antrag zur Mehrheit verholfen hat“, schreibt Seipel. Und die Gestaltung des Schildes sei durch den Grafiker und FDP-Stadtverordneten Alexander Jungmann erfolgt, „er hat unentgeltlich seine Arbeit in den Dienst der Stadt gestellt“.

Apropos Kosten: Für Beschaffung, Aufstellung, Unterhaltung und gegebenenfalls Demontage des braunen Autobahn-Schilds zahlt die Stadt. Für eine Tafel und deren Aufstellung belaufen sich die Kosten auf 7500 Euro. Die Trägerschaft für das Zeppelinmuseum hat die Stadt gemeinsam mit dem Verein für Zeppelin-Luftschifffahrt übernommen.

Aktuell können Besucher auch die Fotoausstellung „Luftschiffe der Gegenwart“ (bis 22. September) bestaunen: Eindrucksvolle Fotografien zeigen die Vielfalt der Luftschifffahrt in Deutschland und den USA. Das Museum in der Kapitän-Lehmann-Straße 2 ist freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Bei

hov

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