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Neu-Isenburg: Neues Programm in der Kunstbühne

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Von: Leo Postl

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Die Chanson-Sängerin Juliette Brousset begeisterte mit ihrem Ensemble die Gäste.
Die Chanson-Sängerin Juliette Brousset begeisterte mit ihrem Ensemble die Gäste. © Leo F. Postl

Die Saison in der Kunstbühne endete mit einem französischen Abend. Mit zwei Ausnahmekünstlern geht es in 2018 weiter.

Mit einem musikalisch-kulinarischen Abend à la française endete das diesjährige Programm der Kunstbühne Neu-Isenburg. Unter dem Motto „Moi Et Les Autres“– ich und die anderen – bot das Swing-Chanson-Quintett um Sängerin Juliette Brousset nicht nur einen musikalisch mitreißenden Abend in der Kultgaststätte „Zum Treffpunkt“, sondern griff auch aktuelle Themen in ihren Liedern auf. Das als „beste Swing-Chanson-Band Deutschlands“ hochgelobte Ensemble um den Gitarristen und Komponisten David Heintz erfüllte alle Erwartungen der Gäste. In der Besetzung Kontrabass, Gitarre, Akkordeon, Schlagzeug, Banjo, Ukulele und Melodika war die Band sehr breit aufgestellt und „bewegte“ sich stilistisch zwischen akustischen Chansons, Swing, Latin und Valse Musette.

Mit Witz und französischem Esprit führte Juliette charmant durch das Programm. Ganz ergreifend wurde die Stimmung im großen Saal des Treffpunkts, als Juliette Brousset auf die angespannte Situation der Flüchtlingskrise zu sprechen kam. „Spielende Kinder am Strand, das ist etwas Schönes, aber tote Kinder – das geht gar nicht“, so Brousset. Mit einer geradezu sphärisch-mahnenden Komposition widmete sich das Swing-Chanson-Quartett diesem Aspekt.

Noch in bester Erinnerung sind die letzten – allesamt recht erfolgreichen – Veranstaltungen der Kunstbühne: Clajo Herrmann vom Babenhäuser Pfarrer-Kabarett begeisterte mit seinem Solo-Programm „Männer schweigen wortlos“ ebenso wie der TV-Start Tina Teubners, die mit ihrer Erkenntnis „Männer brauchen Grenzen“ nicht nur die Frauen in ihrer Auffassung bestärkte.

Bereits am 28. Januar starte das neue Jahresprogramm mit „Rebellischen Saiten“. Hier haben sich mit Anna Katharina Kränzlei und Florian Ernst Kirner (Prinz Chaos) zwei Ausnahmekünstler zu einem gemeinsamen Programm zusammengefunden. Kränzlei war Gründungsmitglied der deutschsprachigen Mittelalter-Rockband „Schandmaul“, Kirner ist eine zentrale Figur der deutschen Liedermacher-Renaissance und war Schüler von Franz Josef Degenhardt und auch von Konstantin Wecker. Dies verspricht ein interessanter Kunstgenuss zu werden.

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