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Neu-Isenburg: Stadtwerke übernehmen Wärmezentrale

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Von: Leo Postl

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Sven Laube (v. l., Heizungsbauer), Kirk Reineke (Geschäftsführer Stadtwerke), Peter A. Jenny (Geschäftsführer Westphal Immobilien), Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stephan Schmidt.
Sven Laube (v. l., Heizungsbauer), Kirk Reineke (Geschäftsführer Stadtwerke), Peter A. Jenny (Geschäftsführer Westphal Immobilien), Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stephan Schmidt. © Leo F. Postl

Die Stadtwerke haben einen neuen Industriekunden: Mit der Firma Westphal Immobilien versorgen sie ein Unternehmen, das mit seiner modernen Gasbrennwertanlage etwas für die Umwelt tut.

Es war recht kühl in der neuen Wärmezentrale der Firma Westphal Immobilien in der Rathenaustraße in Neu-Isenburg – und von Geräuschen einer herkömmlichen Ölfeuerung war auch nichts zu hören. Wie passt das zusammen: Wärmezentrale und kühl? Läuft die Anlage überhaupt schon?

„Das ist genau das Prinzip, wir heizen nicht dort, wo es nicht nötig ist, sondern schicken die Wärme genau dorthin, wo sie gebraucht wird“, betonte Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg, welche die Wärmezentrale im Haus von Westphal Immobilien übernommen hat. „Und wir sparen einiges an Energiekosten, damit tun wir etwas Gutes für die Umwelt“, erläuterte Peter A. Jenny, Geschäftsführer von Westphal Immobilien.

Umrüstung der Anlage

Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel hatte die Pressevertreter in das ehemalige Kesselhaus auf dem Gelände der Forma Westphal Immobilien eingeladen, um die Investition vorzustellen. „Die Firma Westphal ist in Neu-Isenburg ein echter Wirtschaftsförderer, und wenn sie sich auch noch in Sachen Energie und Umwelt vorbildlich einbringt, dann darf man das auch mal herausstellen“, betonte das Stadtoberhaupt. Auch für die Stadtwerke Neu-Isenburg ist nicht nur die Umrüstung der Heizungsanlage von der ehemaligen Ölbefeuerung in eine moderne Gasbrennwertanlage ein Gewinn zur Einsparung von Energie und Emissionsausstoß, sondern sie übernimmt auch gänzlich den Betrieb.

„Bisher haben wir meist nur private Haushalte mit unserem isyPURtherma-Projekt beglückt, jetzt kommt mit der Firma Westphal ein weiterer Industriekunde dazu“, erklärt Kirk Reineke. Die Installation der nun auf Basis eines Gasbrennwertkessels funktionierenden Anlage wurde von der Neu-Isenburger Installationsfirma Laube durchgeführt und wird nun, über den Wärmecontracting-Vertrag durch die Stadtwerke betrieben. Für die Wartung und bei auftretenden Funktionsproblemen greifen die Stadtwerke dann wieder auf bewährte Partner zurück. „Wir sichern unseren Contracting-Partner ein Rundum-Sorglos-Paket zu, damit sie sich voll auf ihre eigenen Aufgaben konzentrieren können“, betonte Reineke.

Beitrag zur guten Luft

Die Wärmeerzeugungsanlage wurde inklusive Frischwasserstation zur Warmwasserbereitung für das angeschlossene Boardinghaus installiert. Sie hat eine Gesamtleistung von 650 Kilowatt bei einer zu erwartenden Wärmemenge von rund 770 000 Kilowattstunden im Jahr. Ein DSL-Modem zur Fernüberwachung rundet das gesamte Leistungspaket ab.

Rund 120 000 Euro hat die Neuinstallation der Wärmeerzeugungsanlage mit den zwei modulierenden Kesseln gekostet und ist nicht nur eine lohnende Investition für die Firma Westphal Immobilien sondern auch ein Beitrag für die gute Luft über Neu-Isenburg.

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