Unzufriedene Mitglieder

TSG Neu-Isenburg: Steigende Beiträge klar abgelehnt

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Die Mitglieder der TGS Neu-Isenburg lehnten geplante Beitragserhöhung des Vorstands ab. Auch die Hallenerweiterung steht aktuell in den Sternen.

Die Mitgliederversammlung der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Neu-Isenburg begann friedlich, endete dann aber doch mit turbulenten Diskussionen und der Ablehnung der vom Vorstand eingebrachten Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Das bisher bewährte Prinzip der TSG Neu-Isenburg, die Beiträge in kürzeren Abständen dafür aber moderat zu erhöhen, sollte fortgeführt werden.

Der Vorstand hatte vorgeschlagen, die Monatsbeiträge für aktive Mitglieder um einen Euro zu erhöhen, was eine Mehrbelastung von zwölf Euro im Jahr bedeutet hätte. Der Beitrag für passive Mitglieder, also jene, die nicht mehr aktiv am Spiel- oder Wettkampfbetrieb teilnehmen, aber der TSG dennoch die Treue halten, sollte pauschal um fünf Euro im Jahr erhöht werden. Eine Initiativgruppe hatte jedoch das Ansinnen, gerade den Beitrag für fördernde Mitglieder nicht zu erhöhen und einen Antrag formuliert.

Der Antrag lag jedoch erst zwei Tage nach der Ablauf der Antragsfrist im „Vorstandspostkasten“ des Vereinsheims. Dem TSG-Vorsitzender Karl-Heinz Groh lag nach eigenen Angaben allerdings kein Antrag vor. Der Ärger bei den Antragstellern war groß. „Er hätte doch wenigstens sagen können, dass der Antrag nicht fristgerecht eingegangen sei, und dass dieser bei der nächsten Vorstandssitzung behandelt wird“, so eine Antragstellerin.

Schnell fanden sich weitere Sympathisanten, welche die Art und Weise, wie der Vorsitzende den Antrag negierte, reklamierten. „Was habe ich überhaupt von der Erhöhung, ich nutze werde Sporthalle noch Sportplätze, ich komme nur hierher, um den Verein zu unterstützen“, so eine Stimme aus den Reihen der fördernden Mitglieder.

Dem hielt Groh entgegen, dass bei keiner Erhöhung die Übungsleiterzuwendungen in Frage stünden, da die Stadt Neu-Isenburg ihre freiwilligen Leistung bezüglich der Vereinsförderung um zehn Prozent kürzen werde. „Wir wollen nur rechtzeitig darauf reagieren und mit einer maßvollen Erhöhung das fehlende Geld aufbringen“, so Groh. „Wir haben uns das schon sehr gut überlegt, doch alles wird teurer, und diese Kosten müssen wir abfangen“, so Alfonso Barrui, Vice-Chef der TSG Neu-Isenburg. Die Abstimmung erbrachte schließlich eine knappe Mehrheit der Ablehner einer Beitragserhöhung.

Unerwartet steht auch plötzlich die bereits fest eingeplante Erweiterung der Trainingshalle in den Sternen. Die Planungen sind zwar abgeschlossen. Die Kostenschätzung für eine Erweiterung, an deren Ende eine Halle mit Wettkampfmaßen steht, liegen bei rund 860 000 Euro. Gemäß noch geltender Förderung müsste sich die Stadt Neu-Isenburg mit 35 Prozent, rund 180 000 Euro, daran beteiligen.

Zum Schluss gab es dann die schönste Aufgabe für einen Vorsitzenden: Karl-Heinz Groh zeichnete treue und sportlich erfolgreiche Mitglieder und Mannschaften aus. Das Mädchen für alles, das Horst Knippel genannt wird, ist schon seit 40 Jahren Mitglied und Jennifer Schmidt ist seit 25 Jahren dabei.

Nicht nur die zweite Mannschaft der Fußballer schaffte den Aufstieg sondern auch die Mädchen U 16 wurden Meister ihrer Klasse. Schließlich bescherten die Damen mit ihrem Sieg im Hessenpokal sowie dem Aufstieg in die Hessenliga der Abteilung Frauenfußball den bisher größten Erfolg.

(lp)

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