Viele Dienstleistungen gebündelt

Neu-Isenburger Bürgeramt: „Wir sind für Sie da“

Vor 20 Jahren nahm das Bürgeramt der Hugenottenstadt seine Arbeit auf. Initiator dieser Servicestelle war der damalige Hauptamtsleiter Herbert Hunkel.

Die Nähe zum Frankfurter Flughafen beschert dem Team des Neu-Isenburger Bürgeramts – vor allem in der Urlaubszeit – viele Besucher, die es besonders eilig haben. Es hat sich nämlich herumgesprochen, dass dort bürgernah, unbürokratisch und schnell Hilfe geleistet wird, wenn die erforderlichen Reisedokumente fehlen oder abgelaufen sind. Schnell wird eine Passunbedenklichkeit von der Heimatgemeinde angefordert, die Daten erfasst und ein vorläufiger Ausweis ausgestellt – je schneller, desto besser, denn der Flieger wartet nicht. So sind immer wieder glückliche Menschen zu sehen, die zu ihrem wartenden Taxi eilen und zurück zum Flughafen fahren. Zum Dank erhält das Bürgeramt oft Postkarten.

Dieses Bürgeramt gibt es seit mittlerweile 20 Jahren. Seitdem heißt es dort: „Wir sind für Sie da!“ In dieser Zeit hat sich die Einrichtung zu einem Aushängeschild der modernen Verwaltung entwickelt. Sechs Tage in der Woche, montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 12 Uhr ist das Bürgeramt geöffnet. Ob Online-Personalausweis, Gesetzesänderungen oder eingesetzte Technik – die Mitarbeiter sind immer auf dem neuesten Stand. Da jeder Mitarbeiter für alle Aufgaben zuständig ist, verfügen jeder Einzelne über ein breites Fachwissen.

Mit einem einzigen Besuch können die Isenburger vieles erledigen, von Dienstleistungen rund um den Personalausweis über das Meldewesen bis hin zur Vermietung von Fahrradboxen am Bahnhof. Das spart Wege und Wartezeiten – und das kommt bei den Bürgern an: Laut einer Umfrage 2014 unter Neu-Isenburgs Bürgern sind 95 Prozent der Befragten mit den Verwaltungsdienstleistungen der Stadt Neu-Isenburg zufrieden.

Initiator der Gründung eines „Bürgeramtes“ war der damalige Hauptamtsleiter und heutige Bürgermeister Herbert Hunkel. Ziel war es, besonders stark nachgefragte Dienstleistungen der Verwaltung in einer Servicestelle zu bündeln und zu bürgerfreundlichen Öffnungszeiten anzubieten. Alle Angelegenheiten, die in zehn Minuten erledigt werden können, wurden zusammengefasst. Und das ist bis heute so geblieben. Ohne lange Wartezeiten oder Terminvereinbarungen finden die Bürger hier Ansprechpartner, die bei fast allen Problemen weiterhelfen können.

Was ehemals auf mehrere verschiedene Ämter verteilt war, wurde an einem Ort vereint. Entsprechend schnell und unbürokratisch können die Wünsche direkt bearbeitet werden. Damit auch der Weg ins Bürgeramt so kurz wie möglich ist, gibt es zwei Außenstellen in den Stadtteilen Gravenbruch und Zeppelinheim. „Wir kommen zu Ihnen“, ist das Angebot des Bürgeramtes, wenn Bürger in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Das gilt bei der Ausstellung von Lebensbescheinigungen oder Anträgen für Personalausweise. Dass dieses Versprechen eingehalten werden kann, ist den ehrenamtlichen Bürgerboten wie beispielsweise Martina Paul, Frano Bralo und Rolf Siefert zu verdanken.

Im vergangenen Jahr kamen 30 127 Personen ins Bürgeramt, umgerechnet sind das rund 542 Besucher pro Woche und rund 108 pro Tag (von Montag bis Freitag, samstags rund 37).

(fnp)

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