574 Einsätze

Neu-Isenburger Feuerwehren: Eine Bilanz ehrenamtlichen Engagements

Der 29. August 2016 war der Tag mit den meisten Einsätzen im abgelaufenen Jahr. Auch ausgebüxte Lama spielten eine Rolle.

Die Feuerwehr der Hugenottenstadt zieht die Bilanz für das Jahr 2016: Im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr Neu-Isenburg zu insgesamt 574 Einsätzen ausrücken. Damit habe sich die Zahl an Einsätzen im Vergleich zum Jahr 2015 erhöht. Damals waren es 481. Der Trend der vergangenen Jahre – weniger klassische Feuereinsätze, dafür mehr technische Hilfeleistungen – setzt sich weiter fort. 2016 standen insgesamt 341 Hilfeleistungseinsätze 233 Feuermeldungen gegenüber.

Einen Schaden von schätzungsweise 150 000 Euro verursachte im April ein Feuer in der Straße „Am Trieb“. Der Brand war im Obergeschoss eines zweistöckigen Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich die vier Bewohner aus der Wohnung im ersten Obergeschoss bereits selbst in Sicherheit gebracht. Ein Anwohner aus dem Erdgeschoss wurde von Helfern geweckt und aus dem Haus gebracht. Verletzt wurde niemand.

In der Nacht vom 29. auf 30. Mai ereigneten sich in weiten Teilen Deutschlands heftige Unwetter. Auch der Kreis Offenbach und die Stadt Neu-Isenburg waren betroffen. Im Kreis waren insgesamt rund 350 Einsätze abzuarbeiten. Der Schwerpunkt der Unwetterereignisse lag in Rodgau. Die Feuerwehr Neu-Isenburg wurde zu insgesamt 20 Einsätzen gerufen.

Schlimme Folgen hatte ein Wohnungsbrand im August in der Körnerstraße. Nachbarn hatten die Polizei informiert, weil sie um kurz nach 4 Uhr morgens dichten Qualm im ersten Obergeschoss des Einfamilienhauses bemerkt hatten. Als die ersten Helfer eintrafen, waren die Fenster des Schlafzimmers der Wohnung bereits geborsten, im Inneren waren Flammen sichtbar. Sechs Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz suchten die Wohnung ab. Nach wenigen Minuten wurde eine leblose Frau im brennenden Schlafzimmer gefunden. Sie konnte nur noch tot geborgen werden.

Der 29. August war einer der einsatzreichsten Tage im abgelaufenen Jahr: Zwei Verkehrsunfälle, entlaufene Lamas, steckengeblieber Aufzug, Brandnachschau, Fehlalarm und eine Türöffnung waren zu bewältigen.

700 000 Euro Schaden – das war die vorläufige Bilanz eines Feuers am Facharztzentrum in der Robert-Koch-Straße am 10. Oktober. Nach ersten Erkenntnissen war der Brand während Teerarbeiten in einer Hofzufahrt entstanden. Das Facharztzentrum wurde geräumt. Verletzt wurde niemand. Rund 50 Feuerwehrleute aus Neu-Isenburg und Dreieich hatten den Brand nach wenigen Minuten unter Kontrolle.

Dass bereits in der Jugendfeuerwehr Abläufe, die später in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Routine werden, geübt werden, bewiesen die Jugendlichen bei ihrer Abschlussübung Anfang Juli. „Explosion in Gewerbebetrieb“ hieß das Übungsszenario. Rund 20 Jugendliche aus Neu-Isenburg und dem Stadtteil Zeppelinheim trainierten auf dem „alten“ Gelände des Dienstleistungsbetriebs in der Hugenottenallee den Ernstfall.

Während der Jahreshauptversammlungen im vergangenen Jahr wurden neue Wehrführungen für die Stadtteilfeuerwehr Zeppelinheim und die Kernstadtfeuerwehr gewählt. Auch die Wahl der Stadtbrandinspektion stand turnusgemäß auf dem Programm. Als stellvertretender Wehrführer in Neu-Isenburg wurde Thomas Köhler neu gewählt, der 45-Jährige ist seit 32 Jahren bei der Feuerwehr Neu-Isenburg im Einsatz. Der Rest der Führungscrew wurde jeweils im Amt bestätigt: Stefan Werner als Stadtbrandinspektor, Thomas Peters als sein Stellvertreter. Wehrführer in Neu-Isenburg blieb Jochen Müller, in Zeppelinheim besetzt diesen Posten Udo Bachmann, sein Stellvertreter heißt nach wie vor Dieter Blattmann. Eine besondere Überraschung erfuhr Stadtbrandinspektor Stefan Werner anlässlich seines

Dienstjubiläum

s für 25-jährigen Einsatz: Der 55-Jährige erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen.

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