Ausstellung in der Hugenottenhalle

Neu-Isenburger Künstler auf verbotenem Terrain

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Mitglieder des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) zeigen derzeit im Foyer der Hugenottenhalle ihre visualisierten Intentionen zum Jahresthema „Verboten“.

Mitglieder des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) zeigen derzeit im Foyer der Hugenottenhalle ihre visualisierten Intentionen zum Jahresthema „Verboten“. Das Spektrum reicht vom angeschmorten „Stop“-Schild, das Kati Conrad mit dem Titel „Mir doch egal!“, sagte das Feuer“ als provokantes Beispiel beigesteuert hat, bis zum verballhornten „Verboht“ von Norbert Holick. Auf richtig „verbotenen“ Weg begab sich der FFK-Sprecher Florian Piel, der verbotenerweise ein Kunstwerk im berühmten „Kreiselei“, dem Verkehrsknotenpunkt Hugenottenhalle mit der Carl-Ulrich-Straße, platzierte.

„Wir sind gespannt auf die Reaktionen der Besucher, denn nicht alle Verbote sind auf den ersten Blick erkennbar“, so Florian Piel. Sein Kunststück in der Schau fordert eine Verbotsübertretung des Betrachters heraus, denn es gilt, die beiden Bilder-Flügel zu öffnen, um die sonst verborgene Kunst darunter zu sehen.

Allgemein gilt für das Gezeigte, ein Kunstwerk nicht zu berühren. Neben bekannten Verboten für Bettler oder das kunstvoll interpretierte Bild, geschützte Tiere nicht – auch nicht mit Pfeil und Bogen – abzuschießen (von Ellen Syzka), zieht insbesondere das Kunstwerk „Gehäutet“ von Petra Wenzel die Blicke der Betrachters auf sich. „Was geschah mit der Schlange nach dem Sündenfall?“, fragt sie, indem sie eine Schlangenhaut kunstvoll in einen Rahmen platziert hat.

Die Designerin Kerstin Diacont hat ein ganzes Tableau mit fotografierten Verbotsschilden zusammengestellt, während Regina Häusler das nachvollziehbare Verbotsschild an einem Hochspannungsmast zeigt.

In ihrer Plastiken-Serie „Crazy Woman“ fragt Irmgard Gürtler-Piel, was wohl in den (Draht)-Köpfen der symbolisierten Frauengestalten vorgeht. Geschieht hier etwas Verbotenes?, will Angelika Horz-Batholomé mit ihrem Kunstwerk des sich küssenden Paares Romeo und Julia wissen.

Während der Vernissage offenbarte jeder Künstler seine Intentionen zum gezeigten Kunstwerk. Dabei waren viele Gäste ganz beeindruckt von der Umsetzung des Themas der Arbeit von Regina Häusler. Die Künstlerin zeigt eine Amsel, die mühelos einen Stacheldrahtzaun überwindet, der für andere eine Verbotsgrenze darstellt.

Mit ihrer Serie von Polaroid-Fotografien unter dem Titel „Hollow Inside“ fordert Kati Conrad den Betrachter auf, sich näher mit ihren Kunstwerken zu beschäftigen.

Die Kunstschau ist noch bis zum 27. Oktober in der Hugenottenhalle, Frankfurter Straße 152, zu sehen.

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