Hauptversammlung des Ortsverbands

Der Neu-Isenburger VdK wächst - und warnt

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Bei seiner Jahreshauptversammlung bilanzierte der Ortsverband Neu-Isenburg des Sozialverbands VdK ein positives Jahr 2016. Mehr als 50 neue Mitglieder konnten verzeichnet werden.

Der Ortsverband Neu-Isenburg des Sozialverbands VdK hatte zur jährlichen Hauptversammlung in das katholische Gemeindezentrum St. Josef eingeladen. Gleich zu Beginn seines Rechenschaftsberichts verwies Vorsitzender Hans-Jürgen Kuhn auf den bedeutsamen jährlichen Zuschuss der Stadt. „Die anteilsmäßigen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und dem Zuschuss ermöglichen unsere ehrenamtliche Tätigkeit“, betonte Kuhn. Damit kann der VdK-Ortsverband seine soziale Beratungstätigkeit und Betreuungshilfe nachhaltig sichern. Sein Dank galt aber auch den Vorstandsmitgliedern und den VdK-Helfern.

Im Landesverband Hessen-Thüringen ist Neu-Isenburg einer der mitgliederstärksten Ortsverbände. „Wir konnten erneut eine Steigerung der Mitgliederzahl verzeichnen, Ende vergangenen Jahres hatten wir 1938 Mitglieder, im Jahr zuvor waren es 1887 Mitglieder“, berichtete Kuhn.

Hauptbestandteil der Tätigkeiten in der Geschäftsstelle in der Alten Goetheschule sind Beratungen, im vergangenen Jahr an 145 Tagen mit

1892 Besucher

n. Ferner wurden rund 5300 Telefonate geführt und 1386 Briefe verschickt. „Wir erledigen zudem Behördengänge für unsere Mitglieder, die selbst dazu nicht mehr in der Lage sind“, nannte Kuhn ein weiteres Beispiel. Zur Fürsorge zählen auch Besuche an Geburtstagen und Familienjubiläen sowie Trostspendung im Krankenhaus. Jeden Donnerstagnachmittag bietet der VdK Kaffee und Kuchen im Gemeinschaftsraum der Alten Goetheschule an, die Geschäftsstelle ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Gut entwickelt habe sich das Projekt „Hilfe für Neubürger“, hierzu trifft sich die Handarbeitsgruppe jeden Dienstagvormittag im Gemeinschaftsraum des VdK, um nützliche Dinge und kleine Geschenke herzustellen. Diese werden dann der Flüchtlingshilfe oder an sonstige Bedürftige übergeben. Eine wichtige Aufgabe ist die Personenbeförderung mit dem Behindertenbus. Dieser wird für Fahrten zu Fachärzten, in Spezialkliniken oder zu Kuraufenthalten oder für die Teilhabe von behinderten Menschen am öffentlichen Leben eingesetzt. Das Fahrzeug war im vergangenen Jahr 322 mal im Einsatz und hat dabei 11 445 Kilometer zurückgelegt.

Zum Schluss seiner Rede verwies Kuhn auf die zunehmende Altersarmut, für die in erster Linie die Rentenentwicklung der vergangenen Jahre verantwortlich sei. „Die Absenkung des Rentenniveaus liegt derzeit bei 48 Prozent, bis 2030 kann diese auf 43 Prozent sinken – das trifft die betroffenen Menschen hart“, mahnte Kuhn.

Bürgermeister Herbert Hunkel bezeichnete den VdK-Sozialverband als eine sehr segensreiche Einrichtung in der Stadt: „Wir unterstützen diese wertvolle und wichtige Arbeit mit jährlich 16 200 Euro und tragen die Kosten für die Räume. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der VdK Neu-Isenburg immer auf die Hilfe der Stadt zählen kann“, betonte Hunkel.

Außerdem wurden zahlreiche Mitglieder geehrt, allein 68 für ihre 10-jährige Treue. Für ihre 25-jährige Verbundenheit waren es 24 Mitglieder: Hildegard Baier, Yunis Basardal, Wilhelm Willi Borkenstein, Wolfgang Both, Ursula Drews, Horst Elias, Heribert Kempener, Manfred Knop, Marianne Köhler, Milan Kos, Ortwin Krafzig, Helmut Kreyer, Horst Günther Kuschke, Helga Lösch-Boiger, Käthe Lutz, Petra Neubeck, Erwin Nöske, Helga Saper, Ursula Schreinert-Kos, Roland Szigat, Adolf Umbach, Marianne Weber, Günter Weise und Rudolf Witzig. Bernhard de Moliére und Brunhilde Herold wurden für 40 Jahre Treue ausgezeichnet.

(lp)

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