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Geduldsprobe für Autofahrer in Gravenbruch: Der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen hat Anfang der Woche begonnen, die Baustellenampeln verursachen erhebliche Staus. Und auch Falschparker bereiten Sorgen. Fotos: Nicole Jost

Geduld notwendig

Baustellen in Neu-Isenburg bereiten Bauchweh

Anwohner und Autofahrer müssen sich in Geduld üben. Im Alten Ort in Neu-Isenburg wird die Hirtengasse wegen Bauarbeiten gesperrt, was Umleitungen bedeutet. Und in Gravenbruch werden Bushaltestellen barrierefrei gemacht, was Staus verursacht.

Schon seit gut zwei Jahren müssen die Anwohner im Alten Ort mit Bauarbeiten, dem Lärm und der Verschmutzung aufgrund der Großbaustellen zwischen Hirtengasse und Nollegässchen leben. Nun steht ihnen eine weitere verkehrstechnische Herausforderung bevor: Die Durchfahrt durch die Hirtengasse wird wegen Bauarbeiten voraussichtlich sechs Monate gesperrt, die Verkehrsregelung am Marktplatz geändert.

Das meldete gestern die Stadtverwaltung. Grund: die Bauarbeiten am Grundstück Hirtengasse 7. Die Halteverbotsschilder stehen dort bereits seit einigen Tagen; voraussichtlich noch diese Woche wird die Straße dicht gemacht. Denn „für die Bauarbeiten ist es zwingend notwendig, einen Baukran in der Hirtengasse während der gesamten Bauphase zu platzieren“, berichtet der Magistrat.

Er wisse um die Sensibilität des Themas Verkehr im Alten Ort, betont Erster Stadtrat Stefan Schmitt – aber leider gebe es für diese Baumaßnahme keine andere Option als die vorübergehende Vollsperrung der Gasse. „Es wird eng, das wissen wir, aber die Gasse bis zur Baustelle wird von beiden Seiten befahrbar sein.“

Die Hirtengasse wird wegen Bauarbeiten sechs Monate dicht gemacht.

Auch ein Durchkommen für Fußgänger soll jederzeit möglich sein. Für die Dauer der Sperrung wird die Verkehrsführung auch am Marktplatz (Aufhebung der Einbahnstraße) geändert, so dass die Anlieger rein- und rausfahren können. Zudem wird in dieser Zeit die Durchfahrt von der Pfarr- in die Löwengasse geöffnet; die Blumenkübel wurden bereits beiseite geschafft.

Die Anwohner, die Bürgerinitiative Alter Ort und die Gewerbetreibenden hatte die Stadt vergangene Woche über die bevorstehenden Änderungen informiert. Und wer sich gestern mit Anwohnern unterhielt, der merkte, dass die veranschlagte Sperrung von einem halben Jahr bereits Bauchweh bereitet. „Das wird böse für uns“, fürchtet eine Frau. Und ein Mann fragt sich, warum die Verbindung zur Löwengasse aufgemacht wird; er fürchtet dadurch noch mehr Verkehr von Leuten auf der Suche nach Abkürzungen. Denn vor allem Pfarr- und Hirtengasse werden oft als Durchgangsstraßen zweckentfremdet – vor allem, wenn morgens die Karlstraße dicht ist.

Die Stadt bittet um Verständnis für die anstehende Sperrung. Wer Fragen hat, kann sich an Bauleiter Rafet Solak oder an die Straßenverkehrsbehörde, Telefon (0 61 02) 24 13 39 wenden.

Wegen der Bauarbeiten an den Bushaltestellen in Gravenbruch wird’s eng.

Bei letzterer haben sich dieser Tage auch aus einem anderen Grund Autofahrer beschwert: Die Rede ist von den Baustellenampeln in Gravenbruch, die im Stadtteil für erheblichen Rückstau (rein und raus) sorgen, seit dort Anfang der Woche der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen in der Stieglitzstraße begonnen hat. Zunächst ist die Haltestelle Stieglitzstraße Süd an der Reihe, die Arbeiten dauern laut Stadt etwa fünf Wochen. Anschließend geht’s an „Stieglitzstraße Nord“ weiter.

Folge der Ampeln: Selbst gestern um 14.30 Uhr – also keine Zeit, die für übermäßigen Berufsverkehr bekannt ist – gab es erheblichen Stau. Morgens und vor allem abends sei es aber derzeit erst richtig hart, berichten Gravenbrucher.

Auch Stefan Schmitt sind die Beschwerden zu Ohren gekommen, gestern um 7.30 Uhr hat er sich dort ein Bild von der Lage gemacht. Und gestern Abend waren ein weiteres Mal Mitarbeiter des Ordnungsamts dort, „denn wir wollen den Verkehrsfluss so gut es geht optimieren“, betont der Erste Stadtrat.

Ein großes Problem seien derzeit Falschparker. Denn die Ampel ist sensorgesteuert. „Die eingerichteten Haltverbote im Bereich der Ampel müssen daher unbedingt eingehalten werden, da sonst die optische Rückmeldung für die Ampelschaltung gestört wird und der Sensor heranfahrende Autos nicht erkennt“, betont Schmitt.

(hov)

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