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Fast fertig ist der Rohbau des dringend nötig gewordenen Erweiterungsbaus für die Goetheschule.

Dringend benötigt

Nächster Baustein für die Zukunft: Erweiterungsbau für Goetheschule fast fertig

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Die Abiturienten an der Goetheschule haben die ersten Prüfungen hinter sich gebracht. Welche Fächer beliebt sind und was die Schüler nach den Klausuren erwartet, berichtet Schulleiter Ralph Hartung.

Neu-Isenburg - Die Abiturprüfungen sind gestartet, die Schüler mit den Leistungskursen Englisch und Physik haben es Donnerstag und Freitag schon hinter sich gebracht: Auch in der Goetheschule schwitzen noch bis zum 21. März (Biologie) 92 Abiturienten über den hessischen Prüfungsaufgaben. „Bei uns ist die Gruppe mit Englisch-Leistungskurs die größte, das sind rund 40 Schüler in zwei Kursen, das hat sich in den vergangenen Jahren als Favorit eingependelt“, erzählt Schulleiter Ralph Hartung. Leistungskurs Mathe, das stehe am kommenden Mittwoch an, sei auch stark frequentiert. 

Der LK Deutsch sei hingegen nur noch eine „schnuckelige kleine Gruppe“, wie Hartung es bezeichnet. „Ich schätze, dass liegt daran, dass in Deutsch Rechtschreib- und Grammatikfehler zu Punktabzug führen. Unsere Schüler haben durchaus eine Vorliebe für Deutsch, denn im mündlichen Abitur ist es das am stärksten gewählte Fach.“

Abwechslung vom Lernen ist gerade in der Vorbereitung auf das Abitur wichtig

Was gibt der Chef der Goetheschule seinen Schützlingen mit auf den Weg für die anstrengenden Prüfungswochen? Viel Obst und Gemüse, Schlaf und eine zusätzliche Lerneinheit? „Ehrlich gesagt haben sie das Schwierigste schon geschafft. Die Prüfungen sind jetzt da, sie können jetzt zeigen, was sie gelernt haben.“ Viel schwieriger als die eigentliche Abiklausur sei es, den Spannungsbogen während des Lernens zu halten. Er hatte seinen Schützlingen geraten, am 2. Januar mit dem Lernen zu beginnen und die Zeit bis zu den Prüfungen konzentriert zu nutzen. „Die Spannung und Anspannung der Schüler war in den vergangenen Wochen viel höher als jetzt während der eigentlichen Prüfungsphase“, weiß der Oberstudienrat.

Natürlich sei es trotzdem dienlich, lange Discoabende zu vermeiden: „Und das vor allem wegen der Menschenansammlung und der Gefahr, sich anzustecken und krank zu werden.“ Abwechslung vom Lernen brauchen die jungen Leute durchaus. Er empfiehlt ein bisschen Sport und frische Luft, um den Kopf frei zu bekommen. Eltern wenden sich übrigens nicht an den Schulleiter, wie sie ihre Kinder am besten in der Prüfungsphase unterstützen können. Das erwartet Hartung auch nicht. „Wir wollen die Prüflinge schließlich in den kommenden Monaten an die Uni entlassen. Sie müssen jetzt schon selbst entscheiden, was richtig und wichtig für sie ist.“

Nach den schriftlichen Abiturprüfungen warten noch weiterer Unterricht und Klausuren auf die Schüler

Die Tatsache, dass die Schüler nach den schriftlichen Prüfungen das letzte Quartal ihrer Oberstufenzeit mit Unterricht und Klausuren noch bis zu den mündlichen Prüfungen hinter sich bringen müssen, beschreibt Hartung als eine nicht sehr glückliche Lösung. In seiner Rolle als Vorstandsmitglied des Landes-Philologen-Verbandes und Mitglied des Verbands der hessischen Oberstudiendirektoren würde er einen Prüfungsblock am Schluss der Schullaufbahn präferieren. „So gibt es nämlich immer wieder den Fall, dass Schüler nach den geschriebenen Abiprüfungen nachträglich nicht zum Abitur zugelassen werden, weil sie im letzten Quartal durch vermasselte Klausuren nicht die notwendige Punktzahl erreichen. Das ist frustrierend für alle Seiten“, berichtet Hartung. Beide Verbände haben jetzt beim Kultusministerium ein Konzepte für eine Veränderung dieser Regelung eingereicht.

Für ihn als Schulleiter ist das Abitur übrigens ebenfalls ein einschneidendes Ereignis: „Gerade mit diesem Jahrgang hatte ich eine sehr schöne Berlinfahrt in der zehnten Klasse. Gestern stand ich vor ihnen und habe mir gedacht: Jetzt schreibt ihr auch schon Abitur!“ Auch Schulleiter haben eben ein bisschen Abschiedsschmerz, wenn die Mädels und Jungs nach acht oder neun Jahren die Schule verlassen. Das ist übrigens eine Besonderheit dieses Jahrgangs: Es ist der vorletzte, der nach dem kurzen G8-Intermezzo nach nur zwölf Jahren Schule das Abitur in den Händen hält.

An neuen Schülern mangelt es in Neu-Isenburg nicht

An neuen Schülern mangelt es in Isenburg aber ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Für das Gymnasium stehen Jahre des Wachstums bevor. Der Rohbau, der der Goetheschule acht zusätzliche Klassenräume beschert, ist fast fertig. „Ich freue mich, dass wir mit diesem Bau endlich einen Ort haben, an dem wir mittelgroße Veranstaltungen bei uns organisieren können“, sagt Hartung. Mit einem Wachstum von derzeit 1000 auf langfristig 1500 Schüler sei das neue Gebäude nicht die letzte Bautätigkeit auf dem Schulgelände. Hartung hofft, dass bei den nächsten Planungen mit dem Kreis als Schulträger auch eine Lösung für eine neue Mensa gefunden werden kann.

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