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Alle kamen kostümiert, allen voran die AKVN-Vorsitzende Annette Knitter mit ihrem Mann Jörg, rechts Familie Straßburger und links Familie Bold.  Fotos: Postl

Närrische Zeit

Der Kostümball des Gesellschaftsclubs wartet mit einer Überraschung auf

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Der Kostümball des Isenburger Gesellschaftsclubs hat am Samstag eine Neuauflage erlebt. In originellen Kostümen wurde eifrig getanzt und geplauscht. Der Zuspruch war enorm. Eine Besonderheit gab es auch: Die Veranstalter stellten einen Sonderorden vor, der fortan jedes Jahr für das beste Kostüm vergeben werden soll.

Fröhliche Narren in tollen Verkleidungen – das gab es beim ersten Kostümball, den der Neu-Isenburger Ehrensenat im Saal des katholischen Gemeindezentrum St. Josef ausrichtete. Im Gegensatz zu den Narrensitzungen ist der Kostümball des Isenburger Gesellschaftsclubs für die Gäste eine willkommene Gelegenheit, um sich närrisch zu verkleiden, viel zu tanzen und einen schönen Abend zu verbringen. Doch in den vergangenen Jahren ging der Zuspruch zurück, so dass sich der Vorstand entschloss, auf die Veranstaltung zu verzichten.

„Das hat uns sehr verwundert, wir waren jedes Jahr dort und haben das nachlassende Interesse auch bemerkt, doch eine solch schöne Tradition wollten wir nicht einfach so versiegen lassen“, erklärt Harald Streb, Präsident des Ehrensenates der Isenburger Narren.

In zwei Tagen ausverkauft

„Wir haben uns zusammengesetzt und dann entschieden, dass wir es noch einmal versuchen – aber dass das so ausgeht, hätten wir nicht gedacht“, blickt Streb auf die Narrengesellschaft, die sich am Samstagabend eingefunden hat. Ohne groß Werbung zu machen, waren die Plätze binnen zwei Tagen ausverkauft. „Wir haben noch zwei weitere Tische dazu gestellt, die waren auch gleich voll“, verweist Tim Seddig auf die Aktion beim Ball der Senatoren.

„Wir haben keine rationale Erklärung dafür, wollen auch gar nicht lange nachforschen. Für uns ist klar: Das machen wir so weiter“, betont Harald Streb. Doch ganz so wie früher wird der Kostümball nicht fortgeführt: So stellen Streb und Seddig – beide waren in den vergangenen Jahren selbst Karnevalsprinzen – eine Besonderheit vor. Sie haben einen „Sonderorden“ prägen lassen, der beide im Prinzenornat zeigt. „Im nächsten Jahr kann jeder von Euch da drauf sein, denn wir prämieren die besten Kostüme, und die Gewinner sind das Motiv des Sonderordens“, erklärt Streb den Gästen.

So werde das fortan jedes Jahr gehandhabt. „Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mich richtig kostümiert“, rufen gleich einige Gäste im Saal. Den Preis, der anhand des Applauses ermittelt wird, sichern sich Peter Pelk und Gabi Kröller aus dem rheinland-pfälzischen Oberneisen, wo Pelk Bürgermeister ist. Mit ihrem historisch angehauchten Fantasy-Kostüm werden sie den nächsten Orden schmücken.

Bewährte Rezeptur

Darüber hinaus verläuft der Abend nach bewährter Rezeptur: Mit stehenden Ovationen wird das Isenburger Prinzenpaar Prinz Jörg III. und Prinzessin Martina I. begrüßt. Wie der Prinz wissen lässt, hat er auf den Empfang bei Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden verzichtet und sich stattdessen für den Kostümball „kuriert“. „Beides hätte ich nicht gepackt, da waren mir die Isenburger wichtiger“, betont er.

Für Unterhaltung sorgen die Senatsdamen mit ihrem Weltraum-Showtanz, Marita Däring mit ihrem Tusnelda-Vortrag sowie Heike Milkau und Jasmin Völker mit einem Zwiegespräch in der Bütt.

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