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Wer hat denn nun geköpft? Neu-Isenburgs Marc Züge kommt jedenfalls nicht zum Zug, da die Kasselerer Ingmar Merle (links) und Luis Allmeroth die Köpfe zusammenstecken.

Fußball-Hessenliga

Noch nicht stabil genug

Holpriger Saisonstart: Nach drei Durchgängen gehört die Spvgg. Neu-Isenburg zu den vier Hessenligisten, die bislang noch kein Spiel für sich entschieden haben.

Auch nach dem dritten Spieltag wartet die Spvgg. Neu-Isenburg immer noch auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Hessenliga. Regionalliga-Absteiger KSV Hessen Kassel unterlagen die „03er“ mit 0:2 (0:0). Und so steht auf der Habenseite weiterhin nur ein einziger Zähler.

„Wir wussten, dass der August ein sehr schwerer Monat wird“, sagte Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann und stellte fest: „Wir waren in den Zweikämpfen nicht so präsent und in der Defensive fehlt uns noch die nötige Ordnung.“ Kassel stellte über 90 Minuten die bessere Mannschaft, ließ aber einige Chancen ungenutzt. „Wir sind im letzten Angriffsviertel meist nicht konsequent genug“, meinte Kassels Trainer Tobias Cramer.

Bereits nach elf Minuten – die Begegnung im Sportpark begann mit 30-minütiger Verspätung, da Kassels Materialwagen im Stau stand – lag der Führungstreffer der Gäste in der Luft. Nach einem Foul von Patrick Hartmann an Sebastian Schmeer deutete Schiedsrichter Mirko Radl (Biebesheim) auf den Elfmeterpunkt, doch Adrian Bravo Sanchez schoss den Ball weit über das Neu-Isenburger Tor.

Kassel diktierte das Spiel, die Gastgeber, bei denen Matthias Buschmann aufgrund einer Rippenprellung beim Sieg im Kreispokal in Rumpenheim fehlte, sorgten lediglich mit einigen – allerdings harmlosen – Distanzschüssen für ein wenig Leben vor dem Gästetor. Nach einem langen Ball in der 27. Minute passte Kassels Marco Dawid den Ball nach innen und Schmeer staubte mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel zum 0:1 ab.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst nicht. Neu-Isenburg war in der Offensive zu harmlos, Kassel spielte seine Angriffe nicht konsequent zu Ende. Erst in der Schlussphase wurden die Gastgeber ein wenig mutiger, der eingewechselte Mario Rhein verpasste eine Kopfballverlängerung von Marco Betz allerdings knapp (76.). In der 85. Minute fiel die Entscheidung, als Luis Allmeroth mit einem Kopfball aus 15 Metern das 2:0 erzielte. „So ein Tor passt ein bisschen zu unserer augenblicklichen Situation“, sagte Hoffmann, der hofft, möglichst schnell die nötige Stabilität in die Defensive zu bekommen.

Bereits am kommenden Mittwoch (19 Uhr) sind die „03er“ in der zweiten Runde des Hessenpokal gefordert. Beim Süd-Verbandsligisten und Titelaspiranten FC Hanau 93 erwartet die Spielvereinigung eine hohe Hürde.

Am Sonntag geht es in der Hessenliga dann mit einem Auswärtsspiel beim FC Ederbergland weiter. „Kassel war nicht der Gegner, gegen den wir punkten müssen. In Ederbergland aber müssen wir einen Punkt holen“, sagt Hoffmann.

(leo)

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