Positiver Beschluss

Bau des Radschnellwegs kommt ins Rollen

Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) hatte am Mittwochmorgen gute Nachrichten für die Radfahrer in der Region: „Gestern gab es einen positiven Beschluss für den lange diskutierten Radfahrschnellweg

Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) hatte am Mittwochmorgen gute Nachrichten für die Radfahrer in der Region: „Gestern gab es einen positiven Beschluss für den lange diskutierten Radfahrschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt, die Regionalparkgesellschaft RheinMain Südwest übernimmt die Umsetzung der Strecke und jetzt kann es dann auch losgehen“, verkündete der Isenburger Rathauschef.

Über die Strecke Frankfurt, Neu-Isenburg, Dreieich, Langen, Egelsbach, Erzhausen und Darmstadt sind sieben Kommunen in die Planungen eingebunden und 88 Kreuzungen gelte es zu überwinden. „Aber wir haben jetzt den entscheidenden Durchbruch erreicht“, ist Hunkel überzeugt. Mit der Übertragung an die Regionalpark GmbH könne eine langwierige Gründung einer neuen GmbH verhindert werden, das spare Zeit und Geld.

Rund neun Millionen Euro koste das Projekt, aber das Land habe eine Übernahme der Kosten in Höhe von 80 Prozent zugesagt, das gelte auch für die Planungskosten. „Jetzt ist die Wegführung dargestellt, und wir können uns Stück für Stück an die Umsetzung machen, das sind positive Nachrichten.“ Die ursprüngliche Planung, den Radschnellweg direkt an der Bahn verlaufen zu lassen, ist verworfen, die Strecke wird östlich der Bahnlinie geführt, entlang der Friedensallee und der Kurt-Schumacher-Straße.

Ums Radfahren ging es auch in der Goetheschule. Hunkel zeichnete die erfolgreichsten Stadtradler aus. Mit 512 Radlern haben die Isenburger eine Steigerung der Teilnehmer erreicht, mit 66 284 gefahrenen Kilometer die über 70 000 gefahrenen aus dem vergangenen Jahr leider nicht erreicht. Aber die Fahrradfahrer haben in den drei Aktionswochen im September 9412 Kilo Kohlendioxidausstoß im Vergleich zur Nutzung des Autos eingespart. „Es freut mich besonders, dass so viele Schüler mitgemacht haben“, betonte Hunkel. Die Jugendlichen wurden für ihren Einsatz belohnt: Die Klasse 7 e der Goetheschule war der Gesamtsieger der Aktion. Sie bekam 150 Euro für die Klassenkasse für 3002 gefahrene Kilometer – im Durchschnitt radelte jeder Schüler 107 Kilometer. Die Klassen 6 b und 5 a wurden mit 100 Euro belohnt, und die Klasse 8 a wurde mit einem Sonderpreis von 50 Euro ausgezeichnet, weil sie sich an der Aktion beteiligt hatte, obwohl zunächst nur die Klassen fünf bis sieben angesprochen waren. Sieger der Brüder-Grimm-Schule war die Klasse 6 a F, die 840 Kilometer mit dem Rad bewältigt hat, im Durchschnitt 62 Kilometer pro Schüler.

Herbert Hunkel verteilte auch Preise für die jeweils ersten drei Radler. Bei den Damen setzte sich Christel Lisanti (730 Kilometer) an die Spitze, vor Waltraud Hellstern (701 Kilometer) und Michèle Küchemann (580 Kilometer). Die Herren waren etwas fleißiger. Gesamtsieger und Sieger bei den Herren war Bernd Lange mit 1341 Kilometern, gefolgt von Jonas Honka (1159 Kilometer) und Martin Klingsporn (1057 Kilometer). Damit toppte der Gesamtsieger 2016 die Leistung von Erwin Schmiedel aus dem Vorjahr um 130 Kilometer. Die Sieger erhalten je eine Saisonkarte fürs Freibad von den Stadtwerken, die Zweiten erhalten einen Fahrradhelm und die Dritten ein Fahrrad-Reparaturset.

Um künftig noch bessere Ergebnisse zu erreichen, wird das Stadtradeln im kommenden Jahr auf den Mai verlegt – dann haben vielleicht noch mehr Isenburger Lust, sich am Kilometersammeln auf den Drahteseln zu beteiligen. njo

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