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Vom Reiz der „Schwarzen Kunst“

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Von: Leo Postl

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?Teufel, Till und Tod? nennt Patrick Fauck dieses Werk (Lichtdruck), das derzeit in der Stadtgalerie zu sehen ist.
?Teufel, Till und Tod? nennt Patrick Fauck dieses Werk (Lichtdruck), das derzeit in der Stadtgalerie zu sehen ist. © Leo F. Postl

Patrick Fauck schätzt die Unverwechselbarkeit seiner Druckgrafiken. Er hat sich dem Lichtdruck verschrieben.

Geht man an den Kunstwerken, die derzeit in der Stadtgalerie Neu-Isenburg hängen, vorbei, so wird man immer wieder überrascht, wie unterschiedlich diese doch sind. Dennoch ist es keine Gemeinschaftsausstellung verschiedener Künstler, sondern eine von Patrick Fauck, die aus verschiedenen Drucktechniken entstanden sind. Die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Druckverfahren, die von Fauck beherrscht werden, ist auch die schier unerschöpfliche Quelle von seinem künstlerischem Schaffen.

Doch Patrick Fauck arbeitet nicht einfach drauf los, geschickt versteckt er oft bedeutsame Fakten in seinen Werken. So war auch Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel erstaunt, als er auf der Einladungskarte zur Eröffnung von Faucks Kunstschau in der Stadtgalerie im Konglomerat der vielen Details auch Neu-Isenburgs Stadtgründer Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen mit seiner Allonge-Perücke entdeckte. Eine ganz geschickte Hommage von Patrick Fauck auf den Gastgeberort seiner Ausstellung.

Patrick Fauck präsentiert eine Auswahl technisch wie künstlerisch sehr anspruchsvoller Druckkunst. Er wird bei seinem Kunstschaffen von einer Kombination aus Leidenschaft und Perfektion getrieben. Zu den Kunstwerken gibt Patrick Fauck zudem sehr hintergründige Informationen mit seinen Titeln. Und so lautet der Titel seiner Ausstellung auch: Liebe Muse – liebe mich! „Ich bin Druckgrafiker aus Passion“, beschreibt Patrick Fauck sein Kunstschaffen. Mehr, viel mehr sogar, sagen seine Kunstwerke dem Betrachter – wenn dieser sich die Zeit nimmt, sich mit ihnen einzulassen. Als Beispiel seien nur die Kunstwerke „Großer Kleintierzüchter“ oder auch „Waldmeistergeister“ genannt.

„Die Druckgrafik betrachte ich nicht als schmückendes Beiwerk, als Erweiterung des künstlerischen Repertoires. Nein, für mich ist das Drucken Hauptweg, Laboratorium und großes Experimentierfeld“, betont Patrick Fauck. Der Reiz der Alchemie der „Schwarzen Kunst“ liegt für ihn darin, dass jede Drucktechnik ihr eigenes Prozedere hat und dadurch die unterschiedlichen und unverwechselbaren Charakteristika aller druckgrafischen Disziplinen entstehen.

Patrick Fauck hat sich insbesondere dem Lichtdruck verschrieben. Mit keiner anderen Technik können so feine Linien und Verläufe in allen Tonwerten in einem Druckgang hergestellt werden. Die tiefsten Schatten bleiben durchzeichnet, die Halbtöne echt, die Lichter zart bis spitz.

Die Ausstellung von Druckkunstwerken aus dem Schaffen von Patrick Fauck sind in der Stadtgalerie im Bürgeramt, Schulgasse 1, noch bis zum 24. März zu sehen.

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