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Thorsten beobachtet mit seinem Vater und Vanessa Eckert, wie sich unter dem zunehmenden Vakuum das Schokoschaumgebäck aufbläht.

Tag der offenen Tür

Schule wirbt mit süßen Experimenten

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Immer mehr Eltern mit ihren Kindern, die ab dem kommenden Schuljahr „ihre“ Grundschule verlassen, kommen auf das Gelände der Goetheschule. Es ist Tag der offenen Tür. Und es gilt für Eltern und Kind, eine bedeutsame Entscheidung zu treffen: Welche weiterführende Schule ist am besten geeignet?

Manche Kinder kennen bereits Mitschüler von ihrer Grundschule und winken diesen zu, andere drängen sich aber auch unübersehbar fest an Mutter oder Vater. „Es ist nicht alleine der Anspruch der Schule, es ist vor allem die neue Größe“, beschreibt ein Vater das Empfinden seines Sohnes, der bisher auf die Ludwig-Uhland-Schule in Gravenbruch geht. Gemeinsam sind sie zum Tag der offenen Tür an der Goetheschule gekommen, um sich dort über das Angebot zu informieren.

Am Eingang werden die Besucher von den „Schullotsen“ empfangen: Jasmin Saidani, Narin-Eylem Kalinbudak und Bleona Belegu gehören zu ihnen. Das Trio gehört zum Abiturjahrgang und alle drei haben bereits feste Berufsvorstellungen. „Ich möchte was mit Psychotherapie machen, am liebsten mit Kindern“, beschreibt Jasmin ihren Wunsch. Narin-Eylem sieht ihre berufliche Zukunft hinter den Kulissen von Film oder Fernsehen, Bleona zieht es in den Finanzdienstleistungssektor. Für all diese Berufe ist das Abitur hilfreich, wenn nicht gar Voraussetzung.

Musikalische Kostproben

Die zahlreichen Besucher erkunden das Schulgelände und lassen sich zum Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium oder zur Hausaufgabenbetreuung beraten. Es gibt eine Kunstausstellung, Chemieshows, Theaterstücke, Präsentationen verschiedener Schulprojekte und auch die Bläser und Streicher geben Kostproben ihrer Musik.

Viel zu sehen gibt es beim Physikleistungskurs. Unter einer Glasglocke haben die Schüler zwei Schokoschaumküsse platziert und machen es spannend. „So, jetzt pass mal genau auf“, sagen Katharina Drexel und Vanessa Eckert zu Thorsten, der mit seinem Vater zum Tag des offenen Unterrichts gekommen ist. Auf Knopfdruck gibt es ein brummendes Geräusch – und schon bläht sich das Schaumgebäck auf. „Das soll man ja auch nicht in die Mikro geben“, sagt eine Besucherin. „Das ist keine Mikrowelle, wir nehmen nur den normalen Luftdruck, der auch hier im Raum ist, weg“, erklärt Katharina Drexel.

Sehr guter Ruf

Für Melanie Kilinc steht außer Frage, dass die Goetheschule als Bildungsinstitut einen sehr guten Ruf hat – aber in Neu-Isenburg auch konkurrenzlos ist. „Die weiterführenden Schulen in Dreieich nehmen derzeit keine Schüler aus anderen Kommunen auf, weil sie überlastet sind, was bleibt dann noch?“, so Katharina Bokrezion.

Für Dr. Sven Soff, Physiklehrer des Leistungskurses, steht das Wohl des Kindes bei der Entscheidung darüber, welche weiterführende Schule es sein soll, im Vordergrund. „Wir haben einen bestimmten Anspruch und stellen bei den Gesprächen auch deutlich heraus, was es braucht, damit ein Kind hier nicht scheitert – das wäre fatal für beide Seiten“, macht der Physiklehrer deutlich.

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