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Hansjörg Schmitt, Mitbegründer von ?Pulse of Europe? sprach beim Neujahrsempfang der CDU in Neu-Isenburg.

Hansjörg Schmitt

Sein Puls schlägt für Europa

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Der „Pulse of Europe“-Mitbegründer Hansjörg Schmitt sprach beim Empfang der CDU darüber, warum Europa sinnvoll ist. Am Ende der Veranstaltung machte es den Eindruck, als hätte er ein paar neue Anhänger für die Idee der Initiative gefunden.

Der CDU-Stadtverband Neu-Isenburg hatte zu seinem Neujahrsempfang eingeladen. Das Foyer der Hugenottenhalle war voll besetzt, Grund dafür dürfte der angekündigte Gastredner Hansjörg Schmitt, Mitbegründer der Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ gewesen sein. Nicht gegen, sondern für etwas, nämlich für ein stärkeres Europa zu sein – und dies öffentlich kund zu tun – dies ist die Intention der Gründer von „Pulse of Europe“.

Unter den vielen Gästen waren nicht nur treue CDU-Mitglieder, der Stadtverband ist mittlerweile auf 170 Mitglieder angewachsen, sondern es kamen Bürger, die aus erster Hand erfahren wollten, was die Isenburger CDU im lokalen politischen Handlungsfeld für die Hugenottenstadt plant und vor allem, was „Pulse of Europe“ ist. Zum Neujahrsempfang hatte jedoch die rührige Ingrid Bickmann den Mitbegründer von „Pulse of Europe“ Hansjörg Schmitt ins Spiel gebracht. „Ich war schon mehrmals bei den Sonntagsveranstaltungen in Frankfurt, das ist einfach eine tolle Sache, die muss man unterstützen“, so Bickmann.

In einem Zwiegespräch mit seinem ehemaligen Junge Union-Kumpel Hansjörg Schmitt zeigte Stefan Schmitt auf, was die „Pulse of Europe“-Bewegung ist und wofür sie steht. „Wir waren sieben Gründungsmitglieder, hatten keine Ahnung wie man eine Veranstaltung organisiert oder einen Platz mietet“, schilderte Hansjörg Schmitt die Unbefangenheit der Gründer. „Wir waren nach dem Brexit und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten jedoch von der Überzeugung ergriffen, dringend etwas für den Fortbestand des immer mehr bröckelnden Europagedankens zu tun“, so der 44-jährige Rechtsanwalt.

An Greenpeace orientiert

Als plötzlich 300 Bürger zum ersten öffentlichen Aufruf kamen, waren selbst die Gründer überrascht, noch mehr, dass es heute bereits 3000 sind. „Bei uns kann jeder sich offen zu Europa bekennen, kann ans Mikrofon treten und etwas sagen – ohne, dass man vorher wie in einer Partei erst einmal drei Jahre Plakate kleben musste.“ Mittlerweile hat man sich aber eine „Vereinssatzung“ gegeben, die sich an Greenpeace orientiert, da der Funke von „Pulse of Europe“ aus Frankfurt auch auf andere Städte übergesprungen ist. „Das läuft wie eine Zellteilung und hat uns selbst überrascht, so der Mitbegründer.

„Warum wird die EU meist nur auf die Währung und die Regularien reduziert“, wollte Stefan Schmitt wissen. Hierzu meinte Hansjörg Schmitt: „Für unsere Generation ist Europa selbstverständlich geworden und es ist vor allem ein Sündenbock, auf dem jeder seine Kritik abladen kann“, betonte er.

Klare Kante zeigen

„Wurde die EU zu schnell erweitert?“, fragte Stefan Schmitt mit Blick auf die Osterweiterung. Hier sah der „Pulse of Europe“-Mitbegründer mehr ein „Jein“. „Es wäre aber unfair gewesen, die Staaten zum großen Nachbarn Russland als willkommenes Bollwerk haben zu wollen, diese aber nicht entsprechend einzubinden und zu unterstützen. Zum Brexit forderte Hansjörg Schmitt, eine klare Kante zu zeigen, dass dies keine weiteren Nachahmer motiviere.

„Mir fehlt eine identitätsstiftende und vor allem auf alle Mitgliedsländer übergreifende Maßnahme“, sagte Hansjörg Schmitt. Mit „Pulse of Europe“ soll diese geschaffen werden. Jeden ersten Sonntag im Monat finden in Frankfurt auf dem Goetheplatz die Versammlungen statt. „Da gehe ich jetzt auch mal hin“, sagten spontan viele Besucher des CDU-Neujahrsempfanges die vom Auftritt des Botschafters von „Pulse of Europe“ überzeugt waren.

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