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Ausflug dorthin, wo alles begann: Die Neu-Isenburger erkunden bei einer Studienfahrt im Juni Isenburg im Sayntal, wo die Stadtgründer ihre Wurzeln haben. Wahrzeichen der 641-Seelen-Gemeinde ist die in der Ortsmitte gelegene Ruine der Burg Isenburg.

Vorträge bis hin zu Studienfahrten

Neues Programm des GHK: Geschichtsverein präsentiert die vielen Facetten Neu-Isenburgs

Möglichst viel Isenburg, aber auch den Blick über den Tellerrand und darüber hinaus – unter diesem Motto hat sich der Geschichtsverein GHK für das Jahr 2019 viel vorgenommen.

Viele der Angebote sind zwar noch weit weg, aber Fans der GHK-Offerten wissen: Für manche Studienfahrt beispielsweise sind die verfügbaren Plätze ruck, zuck vergriffen. Vorgenommen hat sich der Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur auch für das Jahr 2019 wieder viel, von Vorträgen zu aktuellen Themen über Unternehmensbesuche bis hin zu Ausflügen. Dabei will der rund 500 Mitglieder starke Geschichtsverein seiner Philosophie „Interesse wecken, Neues erkunden und darüber und über anderes reden“ treu bleiben.

Nicht fehlen dürfen Termine, die sich der Hugenottenstadt widmen: So verspricht etwa das Isenburger Erzählcafé zum Thema „Der Alte Ort“ am Dienstag, 19. März, nicht nur deshalb spannend zu werden, weil das Team des Stadtarchivs historische Fotos und Zeitzeugenberichte mitbringt. Sondern auch, weil sich an diesem Abend die neue Pächterin des Grünen Baums vorstellen wird, wie der GHK-Vorsitzende Herbert Hunkel ankündigt.

Wissenswertes über ihre Stadt erfahren die Isenburger auch bei einer Stadtrundfahrt zum Thema „Baustile und markante Gebäude in Neu-Isenburg“ mit Architekt Franz Herzig am Samstag, 4. Mai. Bei der Januar-Ausgabe der Neu-Isenburger Runde befasst sich der Verein mit dem Brexit (siehe Box). Besuche örtlicher Unternehmen führen beispielsweise nach Zeppelinheim zur Werbeagentur WEFRA (14. Februar).

Besuch beim Prinzen

„Den 300. Todestag des Stadtgründers Johann Philipp Graf zu Ysenburg und Büdingen am 21. September 2018 nehmen wir zum Anlass, uns ein wenig auf die Spuren seiner Zeit zu begeben“, erklärt Hunkel einen diesjährigen Programmschwerpunkt. Nach Heidelberg, wo der Graf seine Erziehung genoss und studierte, führt eine Studienfahrt am Samstag, 27. April – mit Besuch der Universität. Auch ein Ausflug in das Pfälzer Bergland, wo der Graf am 9. Juli 1678 mit Prinzessin Charlotte Amalie „priesterliche Copulation und eheliches Beilager“ vollzog, ist geplant: Der Bus steuert am Sonntag, 30. Juni, Meisenheim und Schloss Landsberg an.

„Unseren freundschaftlichen Beziehungen zum Fürstenhaus in Birstein“ verdankt der GHK den Besuch bei Prinz Georg Friedrich von Preußen auf Burg Hohenzollern (5. bis 7. Juli, Studienfahrt nach Hohenzollern und Tübingen) und eine Lesung von Dr. med. Sarah Fürstin von Isenburg aus dem Buch „Gewissensfreiheit und Peuplierung“ von Dr. Klaus-Peter Decker auf Schloss Birstein (Samstag, 22. Juni).

Aus der Vergangenheit lernen

Weitere Studienfahrten führen nach derzeitiger Planung nach Naumburg (23. und 24. März), nach Potsdam (6. bis 8. September), zur Gedenkstätte Hadamar, die an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen erinnert (8. März), und nach Isenburg im Sayntal (2. Juni, Motto „Back to the roots“). „Neben der Dokumentation des Isenburger Zeitgeschehens kommt es uns vor allem darauf an, aus der Vergangenheit zu lernen“, erklärt Hunkel. Hierzu diene die Fahrt nach Hadamar oder auch die Veröffentlichung der neuen GHK-Broschüre über die Flakstellungen Anfang Februar.

Am Freitag, 22. Februar, können Interessierte die Ausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ im Frankfurter Städelmuseum samt Führung anschauen. Und am Samstag, 18. Mai, die Wanderschuhe schnüren und mit dem GHK und Landschaftsarchitekt Albrecht Schaal den Landschaftspark Schönbusch in Aschaffenburg erkunden. Zudem wartet das vielseitige Programm erneut mit Klassikern wie der Theaterfahrt zum Hobbystübchen in Klein-Umstadt (Freitag, 12. April, Stück „Die vier Heiligen Dreiköniginnen“) auf.

 

von Barbara Hoven

Info: Gespräch zum Brexit

Noch 100 Tage bis zum Brexit, aber es ist noch keineswegs klar, wie der Austritt Großbritanniens sich gestaltet. Es sind noch viele Fragen offen, weshalb der Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur für Mittwoch, 16. Januar, eine Neu-Isenburger Runde zum Thema „Brexit und noch mehr? Was geht uns das an?!“ angesetzt hat. Beginn des Expertengesprächs ist um 18 Uhr in der Galerie der Volksbank, Frankfurter Straße 61-65. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter der Telefonnummer (0 61 02) 3 33 76 wird gebeten. red

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