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Sport pur im Sonnenschein

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Von: Leo Postl

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Leistungssport und Vergnügen unter einem Hut: Die Schottischen Hochlandspiele und der Kreissporttag vertrugen sich bestens.

Bei diesem tollen Wetter war es kein Problem für sportbegeisterte Menschen, das Sofa zu verlassen und in den Sportpark zu gehen. „Dieser Tag gilt vornehmlich jenen, die den Sport noch nicht so für sich entdeckt haben“, sagte Landrat Oliver Quilling zur Eröffnung. Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel dankte allen Vereinen aus Stadt und Kreis Offenbach, die sich an diesem Aktionstag unter dem Motto „Runter vom Sofa – raus aus dem Haus“ beteiligt haben. Stephan Färber, Stadtrat aus Offenbach, lobte das sportliche Zusammenspiel der Vereine.

Insgesamt hatten sich 30 Vereine und Institutionen, vom Sportverein über die Agentur Pro Arbeit bis hin zum Figurentheater Pantao aus Zülpich am „Kreissporttag“ im Neu-Isenburger Sportpark beteiligt. Dass bereits bekannte Sportarten, etwa Boxen, auch eine weitere Funktion als den reinen Wettkampf haben, belegte der Boxclub Nordend Offenbach, der sich der sozialen Integration verschrieben hat. „Wer kennt Kendo?“, fragte Moderator Manfred Dietrich. Dann zeigten Mitglieder des Ersten Sprendlinger Judovereins, welche Körperbeherrschung das japanische „Schwertfechten“ verlangt.

Bewegungs-Workshops zum Mitmachen bot die Volkshochschule Neu-Isenburg. Richtig bewegt haben sich auch Neu-Isenburger Politiker: Sie traten in einem harten Pokalfight im Tischkickerwettbewerb mit lebenden Akteuren gegeneinander an.

Repräsentanten im Kilt

Parallel gab es im Sportpark die Schottischen Hochlandspiele. „Die hat mein Opa, als er bei einem Wettkampf in Schottland war, mit hierher gebracht – und jetzt sind sie bei uns eine schöne Tradition“, so Moderatorin Katharina Schmitt. Dann waren die Clan Pipers Frankfurt mit typisch schottischer Dudelsackmusik zu hören, und die Repräsentanten marschierten, in Schottenröcken gekleidet, den Athleten voraus auf den Werferplatz.

„Bei diesen Temperaturen ist es doch recht angenehm, einen solchen Schottenrock zu tragen“, sagte Bürgermeister Herbert Hunkel. Auch Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Didi Hubeler samt dem Moderatoren-Duo Katharina Schmitt und Dominik Schäfer waren schottisch gekleidet. Bevor die Athleten zu Werke gingen, gab es ein typisch schottisches Getränk: Whisky. Den kredenzte Sportdezernent Theo Wershoven. „Ich trinke nur, wenn Du auch mitmachst“, lockte Erster Stadtrat Stefan Schmitt den edlen Spender zum gemeinsamen „Skol“.

Für die Teilnehmer an den Highland Games, wie die Schottischen Hochlandspiele offiziell heißen, standen die Disziplinen Steinstoßen, Schottenhammerwerfen, Gewichtwerfen an der Kette und Gewicht-Hochwerfen auf dem Programm. Favorit war der hühnenhafte Gunnar Pfingsten aus Bad Wimpfen. Die Sympathien des Publikums galten allerdings den Isenburgern Christian Schmitt und Vicente Bixquert, der erstmals am „Schottenvierkampf teilnahm.

Riesige Golddrachen

Beim Steinstoßen galt es, den zwölf Kilo schweren Flusskiesel, den Didi Hubeler eigenhändig aus Schottland mitgebracht hatte, möglichst weit zu stoßen. Obwohl der Rekord von 12,15 Metern, aufgestellt 1988 von Bernd Kneißler, nicht gebrochen wurde, waren doch die 10,43 Meter von Gunnar Pfingsten beeindruckend. Der Hühne gewann alle vier Disziplinen. Überzeugend auch die Leistung von Christian Schmitt, der auf 32 Punkte kam und den zweiten Platz nur um einen einzigen Punkt verfehlte – dieser ging an Peter Blank.

Und wer wissen wollte, was „Mann“ so unter dem Schottenrock trägt, der konnte es hin und wieder bei Stefan Schmitt sehen: eine Eintracht-Fanhose. Nach Beendigung der Schottischen Hochlandspiele wurde es im Sportparkstadion richtig voll. Ein wahre Augenweide war die Aktion des Figurentheaters „Pantao“ aus Zülpich: Ein riesiger chinesischer Golddrachen zog durch das Sportparkstadion.

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