Bürgerschaftliches Engagement

Stadt Neu-Isenburg dankt ihren Ehrenamtlichen

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Wo kommunale Aufgaben auf bürgerliches Engagement treffen, blüht das Ehrenamt: In der Hugenottenstadt liefe wenig ohne die zahlreichen engagierten Helfer. In einer eigenen Stabsstelle laufen bei Claudia Lack die Fäden zusammen. Sie berichtet, wie grundlegend sich Art und Dauer des ehrenamtlichen Einbringens geändert hat.

„Man muss lange nach einer Stadt suchen, die so viele engagierte Helferinnen und Helfer wie Neu-Isenburg hat.“ Großes Lob fand jetzt Bürgermeister Herbert Hunkel für jene Bürger, die ihre Freizeit unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. „Ohne die Unterstützung und den persönlichen Einsatz der vielen Menschen“, fuhr er fort, „wäre das Leben in Neu-Isenburg um vieles farbloser und schwieriger. Diese Hilfe ist nicht selbstverständlich.“

Bürgerschaftliches Engagement könne man nicht verordnen, dazu bedürfe es schon ganz besonderer Menschen. „Aber wir können die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen nach besten Kräften unterstützen“, ergänzt Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

Dazu trägt auch die im Frühjahr 2012 eingerichtete Stabsstelle zur Förderung des Ehrenamtes bei. Hier koordiniert die Beauftragte Claudia Lack die ehrenamtliche Arbeit und leistet bei Bedarf praktische Hilfe. Sie steht in enger Verbindung zu verschiedenen Initiativen und Vereinen, um sie zu unterstützen. „Zu meinen Aufgaben“, so berichtet sie, „gehört die Beratung und Unterstützung der Fördervereine an den Schulen, die praktische Hilfe für Kirchen, Vereine, Institutionen und Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren möchten oder bereits engagieren.“ Außerdem unterstütze sie jene, die einen Verein gründen oder führen und vernetze nicht zuletzt Bürger- und Schülerprojekte, um Ehrenamtliche zu gewinnen.

Dabei habe sie beobachtet, dass sich Art und Dauer des ehrenamtlichen Engagements grundlegend geändert haben: „Früher rief der Fußballclub dazu auf, das Vereinsheim neu zu streichen – und alle packten generationsübergreifend mit an.“

Grundsätzlich brächten die Menschen zwar heute immer noch Hilfsbereitschaft mit. „Aber sie wollen gezielt ihren Stärken und Talenten gemäß Gutes tun“, erklärt sie – und das oft über einen kürzeren, definierten Zeitraum hinweg. „Gerade junge Leuten bringen sich gerne in mehrtägige Projekte mit ein.“ Hier könne das persönliche Beratungsgespräch entscheidend helfen. Oder, wie es Stefan Schmitt ausdrückte: „Wer sich von Frau Lack beraten lässt, kommt nicht ohne Beschäftigung aus dem Gespräch heraus.“

Ihr Aufgabengebiet ist groß: Allein in der Liste der Stadt Neu-Isenburg sind über 190 Vereine gemeldet, darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Gruppen oder Organisationen, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den vielen Initiativen schaffen sie eine Infrastruktur, die allgemein mit „Hier lässt’s sich’s leben“ zusammengefasst wird.

Beispiele für ehrenamtliches Engagement zeigen sich in der Arbeit der Speisekammer, der Kleiderkammer oder des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Auch die Arbeit der Katastrophenschutzverbände sei nach Schmitts Worten für die Gesellschaft unerlässlich

Im zwischenmenschlichen Bereich ist das bürgerschaftliche Engagement nicht wegzudenken, sei es im Mitmachgarten oder in einem der ehrenamtlich organisierten Cafés in den Senioreneinrichtungen oder im Stadtteilzentrum West und in der Bansamühle, als Vorleserinnen in den Kitas oder Senioreneinrichtungen oder in der Nachbarschaftshilfe. Auch bürgerschaftliches Engagement für Geflüchtete gehört zum Engagement in der Hugenottenstadt.

Und was sagt Claudia Lack dazu? Sie zeigt sich auch nach vielen Jahren „begeistert von dem engagierten, zuverlässigen und motivierten Einsatz meiner ehrenamtliche Patinnen“.

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