+
Leonhard Gallei (Verkehrswacht Offenbach, von links) und Hans-Jürgen Maas (Obmann für Verkehrssicherheit des ADAC Hessen-Thüringen) übergeben im Rathaus das von der Stadt gewonnene Dialog-Display an Ersten Stadtrat Stefan Schmitt, Bürgermeister Herbert Hunkel und Cornelia Doebel (Presseamt).

Ein Smiley für die Sicherheit

Stadt schafft weitere Displays an, damit Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen

Sie sind ein freundlicher, aber bestimmter Weg, Autofahrer daran zu erinnern, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Aktuell zeigen zehn Displays im Stadtgebiet, ob ein Fahrer zu schnell unterwegs ist. Weitere fünf werden hinzukommen – eins davon hat die Stadt gewonnen.

Auch Städte können manchmal Glück bei Verlosungen haben. Neu-Isenburg gehört neben Dietzenbach und Seligenstadt im Kreis Offenbach zu Gewinnern der Aktion „Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“, die vom ADAC, dem Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium sowie der Landesverkehrswacht organisiert wurde. Der Preis ist ein Dialog-Display im Wert von 2000 Euro. Insgesamt 283 Kommunen hatten sich dafür beworben, wie Leonhard Gallei von der Verkehrswacht Offenbach berichtete. 48 Städte und Gemeinden wurden schließlich aus dem Lostopf gezogen.

Das gewonnene Display wird zunächst in der Offenbacher Straße aufgestellt und zeigt den Autofahrern, wie schnell sie unterwegs sind. Ein freundliches Smiley erscheint, wenn das Tempolimit eingehalten wird, und ein unfreundliches, wenn man zu schnell unterwegs ist. Darüber hinaus können diverse Auswertungen wie beispielsweise die Anzahl der Fahrzeuge ermittelt werden. Es ist mobil und kann an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet installiert werden. Gute Erfahrungen

Nach Angaben des ADAC ereignen sich fast 70 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten innerhalb von Ortschaften. Besonders gefährdet sind Radfahrer, Fußgänger und kleine Kinder. Der Smiley des Displays gibt unmittelbar eine positive oder negative Rückmeldung, die bei den Autofahrern ankommt. Untersuchungen hätten demnach gezeigt, dass circa 50 Prozent der Autofahrer ihre Geschwindigkeit anpassen.

Von guten Erfahrungen in Neu-Isenburg kann auch Erster Stadtrat Stefan Schmitt berichten. „Die Leute fahren langsamer, wenn sie ihre Geschwindigkeit angezeigt sehen.“ Fortschrittliche Geräte

Deshalb setzt die Stadt schon seit längerem auf diese Einrichtung. So gibt es beispielsweise ein Gerät in der Friedhofstraße, das die in die Innenstadt Fahrenden ermahnt, ihr Tempo zu drosseln. Aktuell sind zehn im Stadtgebiet platziert. Doch dabei soll es nicht bleiben. Im Nachtragshaushalt ist die Anschaffung von zwei weiteren Anzeigetafeln für Gravenbruch vorgesehen. Die sollen an einem Fußgängerweg am Dreiherrnsteinplatz zum Einsatz kommen, der auch von Schulkindern benutzt wird. „Dort gibt es immer wieder Klagen von Gravenbruchern, dass zu schnell gefahren wird“, erklärt Schmitt. Zwei weitere sind im Alten Ort vorgesehen. Bislang mussten die Akkus der Displays einmal im Monat ausgetauscht werden, was vom DLB übernommen wird. Doch auch da macht die Technik Fortschritte. Die neuen Geräte nutzen Solarenergie.

Holger Klemm

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare