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Zauberhafte Fabelwesen kamen beim Traumtheater Salome auf die Bühne. Foto: Leo Postl

Hugenottenhalle Neu-Isenburg

Träume und der Wunsch nach Frieden

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Das Traumtheater Salome begeisterte die Besucher in der Hugenottenhalle. Es war eine Benefizveranstaltung, organisiert vom Lions Club Neu-Isenburg.

„Seh ich oder träum ich nur?“ Diese Frage dürften sich die Besucher des Traumtheaters Salome in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle wohl öfter während der Aufführung gestellt haben. Der Lions Club Neu-Isenburg hatte das Traumtheater gleich für drei Veranstaltungen in die Hugenottenstadt geholt. Es war eine Benefizaktion zur Förderung der Integration von Flüchtlingen. Nach der Eröffnungsveranstaltung am Sonntagabend mit dem Schirmherrn, dem hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, folgten eine Veranstaltung für Kinder am Montagnachmittag und eine Schlussaufführung am Montagabend.

„Das war eine große personelle Herausforderung für uns, die wir nur mit Unterstützung unserer Lions-Freunde aus Langen und unseren Lions Juniors bewältigen konnten“, hob Klaus Piechowski, derzeitiger Präsident des Lions Clubs Neu-Isenburg, hervor. So wurde die aufwendige Bühnendekoration aufgebaut, im Foyer der Hugenottenhalle eine VIP-Ecke eingerichtet und die Gäste mit Speis und Trank versorgt. „Wir haben 200 Karten für Flüchtlinge und sozial aktive Menschen gespendet, damit auch diese Bürger das Traumtheater besuchen können. Wir wollen dadurch jenen Menschen etwas zukommen lassen, die einen besonderen Beitrag für unsere Sozialgesellschaft leisten“, betonte der Lions Club-Präsident.

Ohne die vielen Sponsoren wäre dieser Wunsch auch aus Sicht des Lions Clubs nicht zu verwirklichen gewesen. Besonders freute es ihn, dass der Schirmherr Stefan Grüttner persönlich anwesend war sowie die beiden Bürgermeister, Herbert Hunkel für Neu-Isenburg und Frieder Gebhardt für Langen. „Dies alles zeigt uns, dass wir uns für ein Sache engagieren, die sehr wichtig für unsere Gesellschaft ist“, schloss Piechowski.

Der Schirmherr verwies darauf, dass es auf der Welt viele Krisen gebe, wo Menschen um ihr Leben fürchten müssten und deshalb den beschwerlichen Weg einer Flucht auf sich nähmen. „Es ist unsere Aufgabe, und dies wollen wir auch gemeinsam erreichen, diesen Menschen einen sicheren Aufenthaltsort zu geben“, betonte Grüttner. Er verwies darauf, dass die Politik allein dies nicht bewältigen könne. „Wir würden es nicht schaffen, wenn es nicht engagierte Politiker und ehrenamtlich engagierte Menschen gäbe, wie wir es hier mit dem Lions Club und allen Isenburgern erleben“, lobte der Sozialminister die Aktionen in der Hugenottenstadt. Als Anerkennung der Landesregierung überreichte Grüttner eine Spende über 500 Euro.

Dann öffnete sich der Vorhang, und das Programm von Traum, Vision und Realität begann. Veranstalter Harry Owens nahm Platz auf seinem Märchenstuhl und führte in die „realisierten Träume“ auf der Bühne ein. Dabei ging er gezielt auf die Thematik von Krieg und Flüchtlingen ein. „Der Schrei der Erde nach Frieden ist unüberhörbar – doch weshalb leben wir nicht diesen Traum?“, fragte er. Dann warf er den Menschen symbolisch goldene Äpfel zu, die, gefüllt mit den Wünschen, an ihn zurückgeworfen wurden. Ob ein mitreißender Tanz oder Akrobatik, ob Jonglage mit Glaskugeln oder die Schwerelosigkeit einer Artistin am Band: Es war wie ein Traum – und dennoch Realität. Das Publikum war überaus begeistert.

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