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Oberbürgermeister Peter Feldmann (rechts) und Rathauschef Herbert Hunkel packten mit an.

Frühjahrsputz

Trotz Hilfe von OB Feldmann: Ganz sauber wird es wohl nie

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Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann kam zwar ziemlich verspätet, half aber dann doch tatkräftig mit, die Straßenbahnhaltestelle an der Stadtgrenze zu säubern.

Die Aktion „Frühjahrsputz“ – ein öffentlicher Aufruf an alle Bürger – gehört schon seit vielen Jahren zum festen Programm in Neu-Isenburg. Der Müll an Straßenrändern, in Anlagen und insbesondere auf Parkplätzen hat zwar stellenweise sichtlich abgenommen, dafür ist es an bestimmten Orten nachweislich nicht möglich, das „Umweltbewusstsein“ der Menschen zu erreichen. „Wir wissen, dass wir wahrscheinlich niemals eine ganz saubere Stadt erreichen werden, aber vielleicht können wir mit unserer Aktion Frühjahrsputz doch dazu beitragen, dass es nachhaltig besser wird“, sagte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel.

Die Stadt Neu-Isenburg hatte für den Samstagmorgen die Bürger aufgerufen, sich am Frühjahrsputz, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen Gravenbruch und Zeppelinheim, zu beteiligen. „Wie fast jedes Jahr hatten wir fast wieder 100 Teilnehmer“, vermeldete Petra Klink, Chefin des Dienstleistungsbetriebes Dreieich-Neu-Isenburg, der sich ebenfalls mit Personal, Material und Fahrzeugen an der Aktion beteiligte. „Unsere Mitarbeiter sind freiwillig im Einsatz, zudem verteilen wir Handschuhe, Greifzangen, Rechen und auch Müllsäcke – diese holen wir am Ende auch wieder ab“, so Klink.

Ein Wäschetrockner

Viele Gruppen, wie die Nabu-Jugend, hatten ihr Stammrevier, andere Gruppen konnten sich für eines der ausgewiesenen Sammelgebiete anmelden. Klar, dass das Dutzend Zeppelinheimer, das sich am Feuerwehrhaus um Ortsvorsteher Sebastian Stern getroffen hatte, nur in Zeppelinheim auf Müllsammelaktion ging. Ebenso verständlich, dass die Gravenbrucher Gruppe in ihrem Stadtteil die achtlos weggeworfene Hinterlassenschaften wieder einsammelten. Insgesamt wurden rund 15 Kubikmeter Müll eingesammelt.

Die Nabu-Jugend um Heinz Kapp machte sich um die Kleingartenanlage Fischer Lucius auf die Suche und wurde fündig. Eine recht große Gruppe bestehend aus DLRG und Marokkanischer Kulturverein nahm sich den Waldrand entlang der Rathenaustraße vor. Dort gab es sehr viel Unrat, insbesondere Hinterlassenschaften der campierenden Lastwagenfahrer. Im Bansapark und entlang des Gravenbruchring war ebenfalls eine große Gruppe, darunter neun von der Jugendfeuerwehr Neu-Isenburg, unterwegs. Größter Fund: ein kompletter Wäschetrockner.

Als größter Einsatzort wurde diesmal die Straßenbahnendhaltestelle an der Grenze zu Frankfurt ausgerufen. Zu seiner Überraschung hatte auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann reagiert und die Einladung zum „Kehren vor der Haustüre“ eingenommen. „Die Wahl ist zwar vorbei, deshalb ist sein Kommen aber umso anerkennenswerter“, lobte auch DLB-Chefin Petra Klink die Aktion des Frankfurter Oberbürgermeisters.

Mit dem Rechen

Peter Feldmann kam zwar ziemlich verspätet, doch nur für ein Foto zu posieren war ihm zu wenig. „Wenn ich jetzt schon da bin, dann machen wir das letzte Stück auch noch ordentlich fertig“, meinte Feldmann – und ließ sich die Sicherheitsweste von Bürgermeister Herbert Hunkel überstreifen, schnappte sich einen Rechen und legte los. „Ich habe mal eine Gärtnerausbildung gemacht, das müsste noch klappen“, scherzte Peter Feldmann und so mancher staunte nicht schlecht über die sachgerechte Führung des Fingerrechens.

(lp)

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