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Per Smartphone können Nutzer der Linien 51 und 53 ihre Beschwerden direkt an die Kreisverkehrsgesellschaft weiterleiten.

Pilotversuch

Bus-Verkehr in Neu-Isenburg: So können Kunden per Smartphone Beschwerden melden

Mal ist der Bus nicht sauber, der Fahrstil lässt zu wünschen übrig oder es ist zu kalt. Nun gibt es eine Möglichkeit, Beschwerden direkt online loszuwerden. Dazu haben die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) und die Stadtwerke einen Pilotversuch in Neu-Isenburg gestartet.

Neu-Isenbrug - „In letzter Zeit beschwerten sich die Fahrgäste zunehmend über die Stadtbusse“, räumt Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke, ein.

„Da haben wir gemeinsam mit der KVG überlegt, wie wir den Kunden ein Ventil für ihren Ärger und uns zusätzlich einen Überblick über die Situation verschaffen können.“ Das Ergebnis ist eine internetbasierte Qualitätsumfrage unter den Fahrgästen auf den Stadtbuslinien 51 und 53 in Neu-Isenburg.

Diese funktioniert folgendermaßen: In den Bussen finden sich Aufkleber mit QR-Codes, die den Nutzer per Smartphone auf eine Seite weiterleiten. Auf dieser trägt der Kunde seine Kritik ein oder antwortet einfach mit Ja oder Nein auf Fragen. Diese beziehen sich auf den Gesamteindruck der Fahrt, die Sauberkeit im Bus, auf den Fahrstil oder das Fahrpersonal.

Qualitätsoffensive

Gefragt wird ebenfalls, ob die Anzeiger und die Ansage funktionieren. Selbst Fotos können jederzeit direkt hochgeladen werden. Stadtwerke und KVG betonen, dass es nicht nötig sei, alle Fragen zu beantworten. Man könne seine Mitteilung jederzeit abschicken. Die KVG sichtet und sammelt die E-Mails und nimmt Kontakt mit dem Busunternehmen auf, um Abhilfe bei möglichen Missständen zu schaffen. Verantwortlich für das Projekt aufseiten der KVG ist Qualitätsmanager Tobias Herr.

Die Umfrage wurde auf den Linien 51, die von Zeppelinheim über den Bahnhof und das Isenburgzentrum nach Gravenbruch unterwegs ist, und 53, die vom Bahnhof über das Gewerbegebiet Süd zurück zum Bahnhof fährt, eingeführt. Bis Mitte 2019 betreibt die BRH Viabus GmbH die beiden Stadtbuslinien. „Die Umfrage ist Teil unserer Qualitätsoffensive “, erklärt Andreas Maatz, KVG-Geschäftsführer. „Wir wissen, dass wir Kunden nur behalten und hinzugewinnen können, wenn auch der Service und die Qualität im Nahverkehr stimmen.“

Erfahrungen sammeln

Mit dem Pilotversuch sollen Erfahrungen gesammelt werden, ob die Fahrgäste die neue Möglichkeit überhaupt nutzen. „Wenn der Versuch gut ankommt, können wir uns vorstellen, diese Qualitätsumfrage auf weitere Buslinien auszudehnen“, meint Maatz.

Darüber hinaus bietet die KVG Fahrgästen für ihre Beurteilungen bereits das elektronische Beschwerdemanagementsystem des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Fortwährend werde dabei die Pünktlichkeit der Busse überprüft, so Maatz. Hinzu kämen stichprobenartige Qualitätskontrollen bei den einzelnen Busunternehmen, um die Einhaltung von Vorgaben zu überprüfen.

von Holger Klemm

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