Der Schuldige ist gefunden

Die Verunreinigung des Luderbachs ist aufgeklärt

Weiß gefärbt plätscherte der Luderbach in der vergangenen Woche dahin. Das machte einen Großeinsatz von Feuerwehr und DLB erforderlich.

„Der Verursacher der Verschmutzung des Luderbachs ist bekannt“, hieß es aus dem Neu-Isenburger Rathaus. Um wen es sich genau handelt, wird allerdings nicht mitgeteilt. Klar ist nur: Er kommt weder aus Neu-Isenburg noch aus Dreieich, sondern aus der Landeshauptstadt Wiesbaden. Der Ursprung der weißen Flüssigkeit lag im Industriegebiet in Neu-Isenburg (Gewerbegebiet Ost). Sie floss am Dienstag der vergangenen Woche in das Regenwasserkanalnetz. Dabei handelte es sich um eine Flüssigkeit, die von einer Handwerkerfirma bei der Renovierung einer Tiefgarage verwendet wurde. Über den Kanal gelangte sie in den Luderbach und färbte ihn weiß (wir berichteten).

Die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg, der städtische Dienstleistungsbetrieb (DLB) Neu-Isenburg/Dreieich und die Stadtentwässerung Frankfurt arbeiteten zusammen, um der Ausbreitung der Verunreinigungen entgegenzuwirken. Zuerst errichteten sie Dämme, damit die Farbe nicht in den Jacobiweiher fließen konnte, danach versuchte der DLB, das verschmutzte Wasser abzusaugen. Doch ihrer mobiler Technik waren Grenzen gesetzt, und so musste das Technische Hilfswerk (THW) zu Hilfe gerufen werden. Dieses pumpte das verfärbte Wasser nahe der alten B 3 aus dem Luderbach und leitete es in das Störfallbecken des DLB weiter.

Anschließend musste noch das Regenabwasserkanalnetz, durch das die weiße Farbe geflossen ist, gereinigt werden, denn es sollte verhindert werden, dass sich die Farbe erneut ausbreitete. Dies war zu befürchten, da für Samstag Regen vorausgesagt worden war. Ganz zum Schluss war noch der Regenabwasserkanal zu reinigen, der vom Luderbach in das Störfallbecken führte. Doch diese Aufgabe wurde vom Regen erledigt.

Alles wurde von André Daffner geleitet, der auch Mitglied der freiwilligen Feuerwehr ist. Insgesamt waren 40 Mitarbeiter des DLB und das THW an der Errichtung der Dämme und an den Reinigungen beteiligt.

Wie viel die ganze Aktion am Ende kosten wird, ist noch nicht klar., Das wird davon abhängig sein, ob das verunreinigte Wasser in den Abwasserkanal gekippt werden darf, oder ob es als Sondermüll entsorgt werden muss.

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