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Umfrage zur Zeitumstellung

Viele Bürger wünschen sich eine dauerhafte Sommerzeit

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Immer mehr Menschen geht der alljährliche Wechsel von Winter- auf Sommerzeit und zurück gehörig auf den Zeiger. In einer EU-Befragung hat sich eine große Mehrheit gegen die Zeitumstellungen jeweils Ende März und Ende Oktober und für eine durchgehende Sommerzeit ausgesprochen. Das ist auch der Tenor der meisten der von dieser Zeitung in der Hugenottenstadt befragten Passanten.

Mehr als 80 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer haben sich bei einer EU-Befragung für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Auch wenn diese Umfrage keinen bindenden Charakter hat, scheint der Stein für eine Abschaffung doch ins Rollen gekommen zu sein. „Millionen haben geantwortet und sind der Auffassung, dass es so sein sollte, dass die Sommerzeit in Zukunft für alle Zeit gilt“, fasste EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das Ergebnis zusammen und fügte hinzu: „So wird das auch kommen.“ Schließlich sei es sinnlos, die Menschen erst zu einem Thema zu befragen, und dann, wenn es einem nicht passe, dem nicht zu folgen.

Sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden, können die 28 EU-Staaten eigenständig regeln, ob in Zukunft dauerhaft die Zeit des Winter- oder des Sommerhalbjahrs gelten soll. In einer Straßenumfrage dieser Zeitung in Neu-Isenburg schlug das Stimmungspendel in Richtung ständige Sommerzeit aus – mit zwei Ausnahmen.

Ich empfinde die Zeitumstellung als sehr nervig und fände es gut, sie schnell abzuschaffen. Dass man so Energie sparen kann, hat sich ja nicht bestätigt. Bei der Frage, welche Zeit nun permanent gelten soll, bin ich klar ein Favorit der Sommerzeit.

Gerade im Sommer ist es schön, die Abende länger im Hellen genießen zu können. Damit, dass es im Winter dann erst gegen neun Uhr hell ist, komme ich gut klar. Ich bin dann ohnehin in der Schule oder schlafe am Wochenende aus.

Mit Ausnahme von Europa ist es ja weltweit gang und gäbe, auf die Zeitumstellung zu verzichten. Allein schon, um globale Komplikationen zu verhindern und bei den Zeitzonen zu bleiben, wäre deshalb die Abschaffung sinnvoll.

Abgesehen davon hat die Umstellung zweimal im Jahr auch gesundheitliche Folgen, etwa für den Biorhythmus. Auch wenn es gewisse Annehmlichkeiten hat, die Sommerzeit beizubehalten: Es wäre am unkompliziertesten, wieder zur natürlichen Winterzeit zurückzukehren.

Für mich und mein Leben fand ich die Zeitumstellung immer okay. Eine Stunde vor oder zurück ist doch kein Thema. Wenn man dienstlich verreist und je nach Zeitzone acht Stunden Unterschied verkraften muss, stellt man sich ja auch schnell darauf ein. Was mich an einer einheitlichen Sommerzeit auch im Winter stört: Wenn mein Sohn in der ersten Frühstückspause noch im Dunkeln auf den Hof muss. Im Sommer ist das mit der um eine Stunde vorgestellten Uhrzeit hingegen genau richtig.

Mir als Rentnerin kann es ja egal sein. Aber für Berufstätige wäre eine permanente Sommerzeit vielleicht ganz nett, wenn sie etwa abends noch länger die Sonne genießen oder sich im Hellen mit Freunden treffen können.

Anderseits ist die Berufswelt heutzutage so schlauchend, dass mancher abends so müde ist, dass er so oder so nicht mehr viel unternehmen kann. Was ich allerdings ablehne, ist dieses blöde Hin und Her. Übrigens auch für Nutztiere wie Kühe, die feste Melkzeiten brauchen.

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