Bildungseinrichtung

Volkshochschule stellt neues Programm für Herbst und Winter vor

  • Michael Forst
    VonMichael Forst
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Bunt, vielfältig und lebendig will sich die öffentliche Bildungseinrichtung interessierten Bürgern auch mit ihrem neuen, ab Ende August geltenden Veranstaltungsangebot präsentieren. Dabei bleibt Altbewährtes an Bord, wird aber um neue Trends ergänzt. Ein besonderer Schwerpunkt gilt einmal mehr der Gesundheit.

Erst im Frühjahr hat die Volkshochschule der Hugenottenstadt ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem Festakt und einer Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte gefeiert. Dass der Blick nun aber wieder Richtung Zukunft gerichtet ist, zeigt neben der gerade renovierten Fassade des Hauses in der Bahnhofstraße 2, einer grafisch ansprechend gestalteten Broschüre und einer erneuerten Webseite (www.vhs-neu-isenburg.de) auch ein Blick in das Programm für Herbst und Winter, das Geschäftsführerin Sabine Wershoven und Vorsitzende Christine Wagner gestern vorstellten.

Auf den 100 Seiten des Heftes finden sich stolze 272 Kurse und Workshops – davon 40 neue – sowie zehn Studienreisen und Tagesfahrten. „Die sind so ein Selbstläufer“, sagt Sabine Wershoven mit leichtem Augenzwinkern, „dass wir sie eigentlich gar nicht bewerben dürften.“ Dabei sind für 2018 vereinzelt noch Plätze frei. Wen es also gelüstet, sich bei der Reise durch Jordanien von der Felsenstadt Petra in eine Märchenwelt versetzen zu lassen, sollte sich mit der Reservierung beeilen. Erfahrene Reiseleiter, meist seien es Frauen, sorgten dafür, dass es den Gästen an nichts fehle – es lockten Bildung und spannende menschliche Begegnungen .

Mehr als nur Sprachkurse

Auch wenn die VHS nach ihren Worten ein beliebter Anbieter von Sprachkursen, gerade für Migranten, bleibe und die Isenburger Einrichtung mit einer Erfolgsquote im ersten Prüfungsanlauf von 65 Prozent deutlich über dem landesweiten Sprachkurs-Durchschnitt von 50 Prozent läge, ist ihr der Hinweis auf die Vielfalt wichtig: „Wir bieten mehr als Sprachkurse und Wirbelsäulengymnastik“ – dies sei auch wichtig in einer Gesellschaft, die nicht durch Einwanderung, sondern auch durch den demografischen Wandel, neue Lebensstile und Alltagskulturen immer bunter werde.

So sorgt der Fakt, dass Menschen immer älter werden dafür, dass Kurse rund um die Gesundheit gefragt bleiben. Die VHS bietet eine Vielzahl von Bewegungs- und Entspannungskursen sowohl für ungeübte als auch sportliche Kandidaten. Während etwa „Sanftes Yoga“ für jeden geeignet ist, sollte man für „Crossover Bodyfit“ schon eine gute Beweglichkeit und etwas Kraft mitbringen, wie Christine Wagner empfiehlt. Wer einen kleinen Einblick in die Veranstaltungen zum Thema erhalten möchte, ist zum Gesundheitstag am Samstag, 25. August, von 10 bis 15 Uhr in den VHS-Räumen in der Waldstraße 55-57 eingeladen.

Erwähnenswert dürften auch die Weiterbildungsangebote für Kunst- und Kulturfreunde im neuen Semester sein: Neben einem Philosophiekurs über Tierethik können Interessierte auch das kreative Schreiben lernen und sich mit den Kursen „Epochen der Kunstgeschichte“ den Expressionismus (im Frankfurter Städel) oder die Karolingerzeit (in der Justinuskirche in Höchst) näherbringen lassen.

Fürs Lesen begeistern

Aber auch die Jüngeren sollen nicht zu kurz kommen: In Kooperation mit den Neu-Isenburger Film- und Videofreunden können Kinder ab zehn Jahren lernen, wie Filmideen entstehen, gedreht und zusammengeschnitten werden. „Damit wollen wir die vielen YouTube-Begeisterten abholen und ihnen zeigen, wie sie selber kreativ sein können“, berichtet Sabine Wershoven.

Die Veranstaltung „Vom Lesemuffel zur Leseratte“ wiederum bietet Tipps und Anregungen für Eltern und Pädagogen, wie sie Kinder für Bücher begeistern können. Und schließlich lässt sich auch über das Lernen selber viel lernen, gerade in Zusammenhang mit neuen digitalen Medien. Darum geht es beim – eine Premiere für die Isenburger VHS – Live-Webinar (Seminar, das via Internet gehalten wird, Anm. d. Red.) mit dem Titel „Zwischen digitaler Demenz und digitaler Intelligenz: Lernen wir besser digital?“. Der Referent wird dabei zwar in Mannheim sitzen, der Moderator und die Teilnehmer sind jedoch im Gebäude der Volkshochschule. „Das ist uns wichtig,“ betont Sabine Wershoven. „Damit sich die Teilnehmer auch untereinander real kennenlernen.“

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