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Schulleiterin Jutta Kruske (v. l.) erläutert den Pädagoginnen Angela Rühl-Schäfer, Irena Volp, Nicole Schubert und Carina Euler, welche Lehrmittel im Englischunterricht verwendet werden.

Friedrich-Fröbel-Schule

Wann ein Kind besondere Förderung braucht

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Die Neu-Isenburger Friedrich-Fröbel-Schule für Sprachheilförderung hatte gestern zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dabei erhielten die Besucher auch Einblicke in den Unterricht.

Eltern von Kindern mit Sprach- oder Lernauffälligkeiten stehen vor der Einschulung vor einer schweren Entscheidung. Grund- oder Förderschule lautet die Frage, die immer zum Wohle des Kindes gefällt werden sollte. „Die Förderschule ist immer noch als Sonderschule mit einem negativen Status behaftet, aber dem ist wahrlich nicht so“, betont Jutta Kruske. Für die Rektorin der Friedrich-Fröbel-Förderschule in Neu-Isenburg gibt es für ein Kind nichts Schlimmeres, als wenn es in einer solch wichtigen Entwicklungsphase hin und her geschoben wird.

Um Eltern und Pädagogen eine Hilfestellung zu geben, wann ein Kind besser in einer Fördereinrichtung als in einer normalen Schule aufgehoben ist, hatte die Friedrich-Fröbel-Schule gestern zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Dabei wurde besonders der Unterrichtsablauf vorgestellt.

Neben Eltern waren auch Erzieher, Therapeuten, Logopäden, Kinderärzte und Lehrkräfte eingeladen. Das Beratungsteam des Kompetenzzentrums Sprache und die Schulleitung standen für Fragen zur Verfügung, zudem konnten die Gäste den Unterricht besuchen. „Wir sind eine Ganztagsschule für Sprachheilförderung für Kinder, die in Neu-Isenburg, Dreieich, Langen, Egelsbach, Heusenstamm, Dietzenbach, Rödermark und Rodgau wohnen und Anspruch auf sonderpädagogische Förderung haben“, schilderte Jutta Kruske. Die Kinder würden nach dem Lehrplan der Grundschule beziehungsweise in Klasse fünf und sechs nach dem Lehrplan der Haupt-/Realschule unterrichtet.

Aber für welche Kinder ist die Friedrich-Fröbel-Schule die beste Fördereinrichtung? Viele Kinder der Schule für Sprachheilförderung haben spät angefangen zu sprechen, können viele Laute nicht artikulieren, sprechen in unvollständigen Sätzen. „Manche haben ein Problem, sich mitzuteilen, da sie die entsprechenden Wörter nicht kennen“, erklärt Kruske. „Unser großer Vorteil ist, dass wir speziell ausgebildete Pädagogen haben und in Klassen mit maximal zwölf Kindern unterrichten.“

Der Unterricht sei so aufgebaut, dass auch eine verstärkte Zuwendung zu einzelnen Schülern möglich ist. „Dadurch gewährleisten wir, dass Kinder trotz ihrer sprachlichen Beeinträchtigungen die Unterrichtsinhalte der Grundschule, besonders Lesen und Schreiben, aber auch der Haupt- und Realschule, hier insbesondere Englisch, gut lernen und dann wieder in ihre zuständigen Schulen zurückkehren können“, beschreibt Kruske.

Kinder können ab sofort und spätestens bis zum 15. Dezember für das Schuljahr 2019/20 in der Schule für Sprachheilförderung angemeldet werden. Ab Klasse fünf ist die Fröbel-Schule auch für Kinder aus dem Ostkreis Offenbach zuständig. Am 6. November gibt es einen weiteren Tag der offenen Tür.

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