Die Wilhelm-Hauff-Schule (Alicestraße) gehört mit dem angegliederten Bildungszentrum zum Vorzeigestandort in Isenburg.
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Die Wilhelm-Hauff-Schule (Alicestraße) gehört mit dem angegliederten Bildungszentrum zum Vorzeigestandort in Isenburg.

Politik in Neu-Isenburg

SPD will Infos zum Schulentwicklungsplan

  • vonLeo Postl
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Die Neu-Isenburger Sozialdemokraten fordern Elterninformationsveranstaltungen zum Schulentwicklungsplan. Schließlich sei in der Hugenottenstadt von steigenden Schülerzahlen auszugehen, so die SPD.

Der Kreis Offenbach als Schulträger hat kürzlich seinen Schulentwicklungsplan vorgelegt, die Stadt Neu-Isenburg hat diesen zur Kenntnis genommen und eine Stellungnahme dazu abgegeben. Hier verweist die Hugenottenstadt darauf, dass man einst von sinkenden Schülerzahlen ausgegangen sei, jetzt aber nachweislich mit stetig mehr Schülern rechnen müsse.

Für die Neu-Isenburger Grundschulen ist der Kreis bisher davon ausgegangen, dass die vorhandenen Kapazitäten auch für die Neubaugebiete Birkengewann und Stadtquartier Süd ausreichen. Diese Einschätzung wird im aktuellen Entwurf revidiert, und es wird von steigenden Schülerzahlen sowohl in den Grundschulen als auch in den weiterführenden Schulen in den nächsten Jahren ausgegangen. Die Schülerzahlen auf dem gymnasialen Zweig an der Goetheschule werden besonders stark steigend angenommen, während die Brüder-Grimm-Schule nur ein moderates Wachstum erwartet, so eine Mitteilung der Stadt Neu-Isenburg an die Parlamentarier.

An allen Grundschulen wird mit einem „erweitertem Bedarf“ an Räumen und Personal gerechnet. Für die räumliche Infrastruktur ist der Kreis Offenbach zuständig, für das Personal das Land Hessen, als Mittler gilt hier das Staatliche Schulamt in Offenbach. Die Kommunen selbst haben darauf so gut wie keinen Einfluss, sind jedoch bei der Nachmittagsbetreuung mit im Boot.

Die Neu-Isenburger SPD-Fraktion hat einen Antrag eingebracht, in dem sie die Stadt auffordert, zusammen mit dem Kreis Offenbach, dem Schulamt und auch der jeweiligen Schulleitung Infoveranstaltungen für Eltern zum Entwurf des Schulentwicklungsplans anzubieten. Diese sollten möglichst noch vor der Beschlussfassung im Kreistag am 20. Juni veranstaltet werden. Hierüber entfachte sich eine heftige Diskussion über alle Parteien hinweg.

„Ich werde ständig auf der Straße von Eltern angesprochen. Wir wollen, dass sich die Mütter und Väter keine Sorgen machen müssen, ob sie ihre Kinder in der von ihnen gewünschte Schule auch einschulen können“, betonte Inge Manus (SPD) im Stadtparlament. Constanze Celten (CDU) forderte mehr Sachlichkeit zu diesem Thema und verwies auf die sehr engagierten Schulgemeinschaften, die ihre Nöte schon an den richtigen Stellen vorzubringen wüssten.

SPD-Fraktionschef Dirk Gene Hagelstein verwies auf andere Infoveranstaltungen und sagte: „Ich weiß nicht, ob jemand besorgt ist, aber ich weiß auch nicht, was in diesem Schulentwicklungsplan drin stehen wird. Was bei der Regionaltangente West möglich ist, sollte doch auch bei einem so wichtigen Thema wie dem Schulentwicklungsplan möglich sein.“ Der Antrag wurde im Parlament schließlich mehrheitlich abgelehnt.

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