Katholische Gemeinde

Wohnen statt beten

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Die Arbeiten haben sich etwas verzögert. Doch nun soll es dort, wo in Gravenbruch bis vor kurzem der katholische Kirchturm stand, mit dem Bau von barrierefreien Wohnungen losgehen.

Der Turm der katholischen Kirche war unter großem Aufsehen bei den Gravenbrucher Bürgern abgetragen worden. Der zerkleinerte Beton wurde für den Unterbau des Wohnhausprojekts an Ort und Stelle belassen. Dann kehrte erstmal etwas Ruhe ein, bevor der Netzbetreiber der Energieversorgung Offenbach (EVO) mit der Verlegung der Fernwärmeleitung begann. Nun ist auch diese seit rund drei Wochen abgeschlossen, so dass es für die Gravenbrucher den Anschein hat, dass die Baustelle erneut stillsteht.

Andreas Frieler, bei der katholischen Kirchengemeinde St. Christoph für das Immobilienprojekt zuständig, widerspricht dem. „Dass sich auf der Baustelle nichts mehr tut, ist nicht korrekt. Durch Verzögerungen bei den Arbeiten der EVO konnten andere Arbeiten, wie Neubau der Sakristei und Aushub der Baugrube, nicht gleichzeitig ausgeführt werden“, erklärt Frieler. Mittlerweile sei bereits neues Baugerät an Ort und Stelle vorhanden und die Vorbereitungen für den Bau des neuen Wohnhauses seien im Gange. „In den nächsten Tagen werden diese Arbeiten dann beginnen“, kündigt Frieler an.

Der Leiter des Immobilienprojekts weist zudem darauf hin, dass das Gemeinnützige Siedlungswerk Frankfurt (GSW), welches das Projekt realisieren wird, in Gesprächen bestätigt habe, dass das Wohngebäude wie geplant zum Jahreswechsel 2018/2019 fertiggestellt sein werden.

In dem Gebäude entlang der Straße „Am Forsthaus Gravenbruch“, angrenzend an den Dreiherrnsteinplatz, sollen 20 barrierefreie Wohnungen entstehen. „Das Gebäude besteht aus zwei viergeschossigen, gegeneinander verschobenen Baukörpern. Der dazwischenliegende Flur wirkt hierbei wie eine gläserne Fuge“, ist in der Beschreibung des GSW zu lesen. Der akzentuierte Dachüberstand, die Fensterformate sowie die eingerückten Balkone nähmen hierbei Bezug auf die benachbarte Bebauung aus den 1950er Jahren, ohne diese zu imitieren.

In dem barrierefreien Gebäude sind zwölf Zwei-Zimmer-Wohnungen für Senioren und acht Drei-Zimmer-Wohnungen, die vorzugsweise an Familien mit behinderten Mitgliedern vermietet werden sollen, vorgesehen. Die Planungen seinen eng mit der Kirchengemeinde abgestimmt“, so das GSW.

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