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Gesundheit, Frieden und Toleranz rangieren ganz weit oben

Die Wunschliste für 2017

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Vertreter aus Politik, Religion, Kultur und Vereinen wurden nach ihren Wünschen für das Jahr 2017 befragt. Lesen Sie hier ihre Antworten.

Der Wunsch nach Gesundheit rangiert an erster Stelle für das neue Jahr – gefolgt von Mitmenschlichkeit, Respekt und Toleranz, aber auch anderen Hoffnungen, die sich mit gutem Willen in 2017 realisieren lassen.

„Ich bin nicht der Typ, der sich viel vornimmt und dann nicht einhält“, so Bürgermeister Manfred Ockel, SPD (57 Jahre). Er wünscht sich, dass Europa noch enger zusammenwächst.

„Ich hoffe, dass die Krisen rund um das Mittelmeer gelöst werden und das Thema Integration in den Köpfen der Menschen verankert wird.“ Ockel zeigt sich erfreut, dass „wir im Stadtparlament fast alle an einem Strang ziehen“ – das gelte für die neue Stadtmitte und die Haushaltssituation. „Wir wollen 2017 erstmals positiv abschließen.“ Privat wünscht er sich Gesundheit für seine Frau, seine zwei Kinder und sich – und dass er mit Elan seine Arbeit fortsetzen kann.

Auch für den Kelsterbacher Bernhard Wiegand (79 Jahre)

steht Gesundheit ganz oben auf seiner Wunschliste – und dass der Frieden in Deutschland erhalten bleibt. Wiegand wünscht auch Gerechtigkeit – und der Stadt, dass sie weiterhin ihre Leistungen für die Gemeinschaft und Vereine erbringt, und sich noch viele Ehrenamtliche engagieren werden. Ohne sie breche die Demokratie zusammen. Wiegand hofft, dass die Freundschaften zur französischen Partnerstadt Baugé-en-Anjou und zu Klingenbach im österreichischen Burgenland erhalten bleiben.

Gesundheit wünscht sich auch die 56-jährige Ausländerbeiratsvorsitzende Evangelia Ntasiopoulou.

Sie erhofft weiterhin auf die Unterstützung Bedürftiger, „nicht nur von Flüchtlingen“, und dass Schüler bald auch muttersprachlichen Unterricht genießen dürfen. Sie wünscht allen Menschen Gesundheit und Frieden, und dass der Grad der Zufriedenheit steigt. Für die Arbeit des Ausländerbeirats schaut „Frau Evi“ optimistisch in die Zukunft.

„Ich bin kein Mensch, der viele Wünsche hat“, so der evangelische Pfarrer Alfred Weinberg (57 Jahre) von der Sankt-Martins-Gemeinde. Für sich persönlich erhofft er Gesundheit. Die Jahreslosung „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ werde ihn 2017 begleiten. Er hofft, dass Respekt voreinander ernst genommen wird und freut sich auf das Reformations-Jubiläum sowie ein klassisches Konzert am 25. Juni.

Weinberg wünscht sich, dass in Zeiten von Terroranschlägen Menschen im Zeichen der Toleranz und Mitmenschlichkeit näher zusammenrücken und Politiker keine neuen Gesetze schaffen, sondern bestehende korrigieren. Flüchtlingen wünscht er, dass sie weiterhin gefördert anstatt isoliert werden, damit sie sich nicht radikalisieren.

Judith Wagners (60 Jahre) Ziel als Vorsitzende des Tierschutzvereins? Sich 2017 aus ihrem seit mehr als 30 Jahren bekleideten Amt verabschieden und einen würdigen Nachfolger begrüßen zu dürfen.

Es sei an der Zeit. Sie wünscht sich zudem, dass Menschen sich vor der Anschaffung eines Tieres informieren und prüfen, ob das Tier zum eigenen Lebensrhythmus passt. Sich selbst wünscht sie weiterhin gute Nerven.

Der Wunsch nach starken Nerven ist auch in Mörfelden-Walldorf präsent – wie bei der Künstlerin Ulrike Gähtgens-Maier (77 Jahre). „Ich will mein Engagement für die kommunale Flüchtlingshilfe und meine abstrakte Malerei fortsetzen“. Sie freue sich, dass sich die Künstlerin Barbara Stang mit selbst genähten Sofakissen auch in die Flüchtlingsarbeit einbringe.

Sich und allen Menschen wünscht Gähtgens-Maier Frieden. Der Stadt wünscht sie weiterhin „ein glückliches Händchen für die Kulturarbeit“, und für sich gute Laune.

Gute Vorsätze sind nichts für die 55-jährige Regisseurin Doris Schneider-Coutandin.

Oftmals kämen widrige Umstände dazwischen, dann seien solche Vorsätze hinfällig. Sie wünscht sich die Bewahrung eines friedlichen Gemüts und nicht an allem zu verzweifeln, was heutzutage in der Welt vor sich geht. Sie hofft weiterhin auf ein friedliches und lebenswertes Miteinander.

„Je älter ich werde, desto kleiner werden die Wünsche“, so die 74-jährige ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Edda Bassler aus Mörfelden-Walldorf.

Ihr Mann sei gesundheitlich nicht auf der Höhe. Darum lebe sie von einem Tag auf den anderen. Sie hofft, dass kriegerische Auseinandersetzungen ein Ende finden. Der Stadt wünscht sie, dass alle anstehenden Arbeiten reibungslos über die Bühne gehen – und dass Mitmenschlichkeit nicht nur vorgetäuscht, sondern zur Herzensangelegenheit wird.

Der evangelische Pfarrer Thomas Stelzer (58 Jahre) aus Walldorf fasst keine guten Vorsätze.

„Man hält sich nie dran. Er hofft, dass die Sanierung des Gemeindezentrums 2017 abgeschlossen wird. Seligpreisungen aus der Bergpredigt, die ihn täglich begleiten, seien eine Art „Weltsicht-Anweisung“, die viele positive Veränderungen bewirken könnten wie eine menschenfreundliche Gesellschaft.

Auch Sebastian Kannstädter (29 Jahre) hat als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Mörfelden 2017 keine Vorsätze,

aber Wünsche für seinen neuen Beruf und den Umzug in eine Eigentumswohnung. Er hofft weiterhin auf ein harmonisches Miteinander in der Doppelstadt, auf weitere aktive Mitglieder im DRK, den Ausbau der Jugendarbeit und neue Projekte in der Sozialarbeit des Ortsvereins.

Neu-Isenburgs Stadtoberhaupt Herbert Hunkel

wünscht den Bürgern für das neue Jahr, Frieden auf Erden, persönliches Wohlergehen und viel „gute neue Mär“, wie es Martin Luther in seinem schönen Lied „Vom Himmel hoch“ beschreibt. „Vonseiten der Stadt tun wir alles, damit die Bürger sich wohlfühlen und Neu-Isenburg sich weiter positiv entwickelt.“ So entstünden im Neubaugebiet Birkengewann „neue Lebensräume für Kinder, Familien und Senioren.“

Ebenso wichtig ist ihm das gute Miteinander aller: „In diesem Sinne freue ich mich auf viele Begegnungen mit den Bürgern im neuen Jahr“, schließt Rathauschef Herbert Hunkel die Wunschliste für das neue Jahr.

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