Fußball

Zeppelinheim-Trainer Roberto Rizzo will nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen

Der TuS Zeppelinheim sucht nach dem Rücktritt von Roberto Rizzo einen neuen Trainer.

Nach der 2:6-Niederlage am Sonntag gegen die SG Götzenhain ist Roberto Rizzo als Trainer der TuS Zeppelinheim in zurückgetreten. Er war der „dienstälteste“ Trainer der Fußball-Kreisoberliga Offenbach, im Sommer 2009 hatte er die Verantwortung bei der TuS übernommen. „Ich möchte nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen“, sagt Rizzo, „ich habe zuletzt hier nahezu alles alleine gemacht, musste mich sogar um Trikots und Stutzen kümmern, dazu habe ich keine Lust mehr.“ Der Verein hat mit der Meisterschaft der A-West-Liga und dem Aufstieg in die Kreisoberliga vor einem Jahr den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert.

„Es tut mir Leid für die Jungs, mit denen ich zum Teil schon seit Jahren zusammenarbeite.“ Die deutliche Niederlage gegen Götzenhain habe ihm den Rest gegeben. „Wir hatten schon die ganze Saison personelle Probleme, gegenüber unserer ersten Spielzeit in der Kreisoberliga haben uns einige Spieler verlassen“, blickt Rizzo zurück. „Man kann ja verlieren, aber nicht so.“ Er hat bei seiner Mannschaft keinen Willen gesehen, die Partie noch einmal zu drehen. „Manche Spieler denken, wir sind zwar Letzter, aber dass packen wir schon. Diese Einstellung kann ich nicht verstehen.“

Dennoch, die sportliche Seite war nicht der Hauptgrund für den Rücktritt. „Außer Oliver Nölte von der Abteilung hatte ich keine Hilfe im Verein, immer wieder ist alles an mir hängengeblieben.“ Rizzo spricht auch das seiner Meinung nach große Problem der TuS an: „Hier gibt es keinen Unterbau, keine Zweite Mannschaft, keine A-Jugend, so dass die Spielerdecke immer sehr knapp war.“

Dennoch blickt der 45-Jährige gerne auf seine Zeit am Heideweg zurück. „Es waren schöne Jahre hier. Wir haben uns zunächst in der Spitzengruppe der A-Liga etabliert und als Krönung die Meisterschaft gefeiert. In bin dem Verein sehr dankbar, dass ich hier so lange arbeiten durfte.“

Die Verantwortlichen der TuS wurden von dieser Entscheidung überrascht. Abteilungsleiter Oliver Nölte, der aufgrund von Spielermangel in der Partie bei Fortuna Offenbach selbst noch als Auswechselspieler ran musste, hat jetzt erst einmal die nächste Partie in Dudenhofen vor den Augen. „Wir wissen jetzt noch nicht, wie es weiter gehen wird“, sagt Nölte. „Wir werden einige Gespräche führen, mehr kann ich dazu noch nicht sagen.“

In der Tabelle sind die Zeppelinheimer mit nur einem Punkt Letzter inne, haben fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und schon acht zum rettenden Ufer.

(rjr)

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